Schießen – Landesliga Luftgewehr Auflage: Oesingen Dritter

Finalpleite im Stechen

Freuten sich auch über den Pokal für Platz drei: Die SGi-Schützen Klaus Hummel (v. l.), Holger Hannuschka und Wolfram Seidel.

Groß Oesingen. Abstieg im Jubiläumsjahr: Das wollten die Schützen der SGi Groß Oesingen ihrem Gegner in der Landesliga Nord Luftgewehr Auflage offenbar ersparen.

Während sich die SGes Ricklingen von 1853 durch den knappen 2:1-Erfolg am finalen Wettkampftag noch rettete, konnte das hiesige Trio mit der unerwarteten Abschlussniederlage ganz gut leben.

Freilich hatten sich die Oesinger durchaus einen Sieg ausgemalt. „Eigentlich kein Problem“, so Klaus Hummel. Doch getrieben von der Abstiegsangst wehrte sich Kellerkind Ricklingen bis zur letzten Patrone.

Die ersten zwei Serien liefen für Hummel und Teamkollege Wolfram Seidel noch ganz gut: Beide lagen mit ihren Gegnern gleichauf und lieferten sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen! Holger Hannuschka hingegen nahm aus dem ersten Durchgang zwei Ringe Rückstand als Hypothek mit, verkürzte diesen aber in der nächsten Runde auf einen Ring.

Nun kam es beim Oesinger Trio auf die letzte Serie an. Seidel hatte Pech. Während sein letzter Schuss in der Neun einschlug, vollbrachte sein Ricklinger Rivale eine glatte 300 – das war ihm vorab in keinem Wettkampf gelungen. Der erste Punkt war also weg. Hannuschka zwackte seiner Kontrahentin mit einer 99 erneut einen Ring ab und stellte damit Gleichstand her – die Entscheidung musste im Stechen fallen. Vorab allerdings beendete noch Hummel seinen Vergleich. Sein Pendant hatte auch in der letzten Serie nur 98 Ringe geschossen. Also ein Puffer. Den benötigte der Oesinger allerdings nicht: Hummel hatte den Zielfehler aus dem vorherigen Durchlauf erkannt und schoss eine makellose 100. Punkt für die SGi, Ausgleich.

Nun lag es in Hannuschkas Händen. Er schoss im Stechen eine 10,3, doch seine Gegnerin übertrumpfte ihn – 10,6. Damit kletterte Ricklingen noch ans rettende Ufer. Oesingen hingegen rutschte auf Platz drei ab. Unerheblich, da in diesem Rundenwettkampf ohnehin nur der Erste aufsteigt. „Wir waren trotzdem mit dem gesamten Verlauf zufrieden“, bilanzierte Hummel.

Von Ingo Barrenscheen

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