Fußball – Bezirksliga: Wahrenholz schafft mit Abschluss-Kantersieg auch sportlich den Klassenerhalt

Finaler Kick für das angekratzte Ego

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Den Sprung über die berühmte rote Linie doch noch geschafft: Der VfL Wahrenholz (r. Simon-Miles Soika) hat durch das 9:0 bei STV Holzland auch sportlich den Klassenerhalt eingetütet.

Volkmarsdorf. Nein, wir haben uns nicht vertippt! Zum Abschluss einer misslichen Saison haute der VfL Wahrenholz in der Fußball-Bezirksliga tatsächlich noch einmal einen raus und feierte bei STV Holzland einen unverhofften 9:0-Kantersieg.

Wohl gemerkt: Das abgestiegene Schlusslicht musste aufgrund der Mannschaftsfahrt auf einen ganzen Teil Spieler verzichten.

Das relativierte den Endstand logischerweise. „Meine Mannschaft hat es gut gemacht, keine Frage – aber das Ergebnis ist schwer einzuordnen“, meinte auch der Wahrenholzer Interimscoach Jens Sölter. Dennoch sei es „sehr wichtig“ gewesen, die Spielzeit mit einem derart positiven Ergebnis zu beenden. „Um die verkorkste Saison aus den Köpfen zu kriegen und motiviert für die neue zu sein“, unterstrich Sölter. Zumal es quasi als Sahnehäubchen auf den Kantersieg auch noch den sportlichen Klassenerhalt gab, da der MTV Isenbüttel nur 4:4 beim 1. FC Wolfsburg spielte. Wahrenholz steht summa summarum also über dem Strich – unabhängig vom Rückzug des TSV Helmstedt. Auch das stärke das eigene Ego. Und bescherte dem Taterbusch-Team noch einen kleinen Bonus, wie Sölter verriet. „Ein treuer Fan hat uns versprochen: Wenn wir sportlich drin bleiben, macht er die Schatulle auf.“

Friede, Freude, Eierkuchen also zum Ausklang der Serie bei den Schwarz-Gelben. Der VfL hatte die Partie gegen Holzland äußerst engagiert begonnen und lag zur Pause bereits mit sage und schreibe 8:0 in Front! Dabei sei es „zack, zack, zack“ gegangen mit starkem Konterfußball der Wahrenholzer. Zudem gan es einen herrlichen Freistoß-Treffer von Jan Reitmeier aus gut und gerne 40 Metern! Sölter: „Das war keine Gurke, er hat volles Brett abgezogen.“

Doch nach dem Wechsel riss das Tor-Faden abrupt ab. Erst in der Schlussminute fiel das 9:0 durch Jonas Garz. Sölter: „Da ist ein bisschen Abstand zwischen gewesen... Wir hatten noch einige gute Chancen, aber die Lust am Fußballspielen ist rausgegangen.“ Dass der VfL so ein zweistelliges Resultat verpasste, wurmte ihn schon ein wenig. „Aber wer will bei 9:0 meckern...“

Von Ingo Barrenscheen

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