Fußball – Kreisliga: Knesebeck und Oesingen sehen sich 71 Tage später wieder

Ist das Finale tatsächlich aus Köpfen?

Pokal-Finale reloaded: Der VfL Knesebeck und SV Groß Oesingen stehen sich gut zwei Monate später wieder gegenüber.
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Pokal-Finale reloaded: Der VfL Knesebeck und SV Groß Oesingen stehen sich gut zwei Monate später wieder gegenüber.
  • Ingo Barrenscheen
    VonIngo Barrenscheen
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Knesebeck – Exakt 71 Tage nach dem Pokal-Finale von Brome kommt es an diesem Sonntag (15 Uhr) zwischen dem damals mit 3:0 triumphierenden VfL Knesebeck und SV Groß Oesingen zur Neuauflage in der Fußball-Kreisliga.

Und selbstverständlich drängen sich aufgrund der noch frischen Erinnerungen unweigerlich Fragen auf: Hat das damalige Ergebnis noch Einfluss? Verspüren die Verlierer Revanchegelüste?.

Glaubt man den Aussagen beider Trainer im Vorfeld, lautet die Antwort auf beide Fragen: nein. „Ich denke, über das Endspiel werde ich kein Wort verlieren“, betont Knesebecks Coach Detlef Weber. Wobei er sich schon vorstellen könne, dass „der Stachel noch tief sitzen“ könnte bei den unterlegenen Oesingern.

Immerhin wurde vor eben 71 Tagen ein Titel vergeben. Doch genau an dieser Stelle interveniert auch sein Gegenüber Torben König. Rachegelüste seien komplett der falsche Ansatz, unterstreicht er. „Wir blenden das aus. Wenn wir da so rangehen, geht das komplett in die Hose. Immerhin wollen wir ein Liga-Spiel gewinnen gegen einen starken Gegner – da müssen wir mit kühlem Kopf rangehen.“ König glaubt, dass seine Spieler schnell mit der Pokal-Pleite abgeschlossen hätten – weil sie schlichtweg verdient war.

Neue Saison, neues Glück also. Wobei das Wiedersehen nach Webers Geschmack „zu früh“ kommt. Nicht weil er beim Gegner noch eine besonders ausgeprägte Motivation durch die Vorgeschichte erwartet. Sondern weil sich die Knesebecker in brutalen englischen Wochen befinden und „körperlich vielleicht nicht ganz so frisch sind“, mutmaßt auch König. Wobei dieser Umstand nicht zwangsläufig ein Nachteil für die Einhörner sein müsse, „wenn man permanent im Rhythmus ist“.

So ganz nebenbei handelt es sich in der – zugegeben – äußerst jungfräulichen Tabelle auch noch um ein Gipfeltreffen. Der Zweite Knesebeck (5:1 in Osloß) empfängt den Premieren-Spitzenreiter Groß Oesingen (5:0 über Meinersen). Aber auch diese Blitz-Momentaufnahme wollen beide Coaches nicht überbewerten. „Nach einem Spieltag, mein Gott“, winkt Weber ab. Auch König will den guten Eindruck der Vorwoche schlichtweg „bestätigt“ wissen. Es kündigt sich ein spannendes, ein enges, ein flottes Kräftemessen am Ernst-Hiestermann-Platz an.

VON INGO BARRENSCHEEN

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