Fußball – Wittinger Kreispokal: Keil-Viererpack beim 7:0 / VfR feiert Triple

Final-Fiasko! Wittingen lässt sich von Wilsche zer-Sieben

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Leon Keil nutzt einen Fehler von VfL-Keeper Christoph Pörschke.

Tappenbeck. Im Grunde hatte die Wahl des T-Shirt-Designs schon alles vorausgesagt. Während der VfL Wittingen/Suderwittingen sein Dress mit einem zaghaften Final-Schriftzug versehen hatte, war sich der VfR Wilsche-Neubokel augenscheinlich sehr siegessicher gewesen und wählte selbstbewusst die „Triple 2018“-Variante.

Und so kam es dann auch am Samstag in Tappenbeck im Endspiel des Wittinger Kreispokals. Für die Brauereistädter wohl gemerkt kam’s knüppeldick: Nach dem Abstieg aus der Fußball-Kreisliga, pikanterweise besiegelt durch die Wilscher, kannte der (Hallen-)Kreismeister abermals kein Erbarmen und zersiebte die Prügelknaben in Blau-Gelb mit sage und schreibe 7:0 (4:0)!.

Wittingen wurde förmlich leonisiert. VfR-Goalgetter Leon Keil (siehe unten) demontierte den VfL mit einem gnadenlos-guten Viererpack nahezu im Alleingang. Während Wilsches Meistermacher Bernd Huneke von einem „Spektakel“ und einer „geilen Saison“ sprach, blickte sein Wittinger Pendant Peter Dierks gequält drein: „Das tut richtig weh! Über die Höhe der Niederlage und die Art und Weise bin ich sehr, sehr enttäuscht...“ Denn eigentlich hatte der Underdog den aktuell bestmöglichen Kader aufbieten können und hatte auf ein versöhnliches Ende gehofft. Doch die völlig verkorste Saison nahm stattdessen einen noch demoralisierenden Ausgang.

Das Unheil nahm bereits nach zwei Minuten vor der eher enttäuschenden Kulisse von gut 200 Zuschauern seinen Lauf. Wittingens Keeper Christoph Pörschke, der dem VfL vorab genauso wie Innenverteidiger Philipp Greve für die neue Saison seine Zusage gegeben hatte, kam überflüssigerweise aus seinem Kasten, Keil sagte danke. Zum Ersten. Nach 15 Minuten tanzte er erst Pörschke aus und dann mit seinen Mitspielern – 2:0. Als Sebastian Keier dann wenig später erhöhte (21.), steuerte Wittingen auf ein Debakel zu. Die hoffnungslos unterlegenen Brauereistädtern waren letztlich mit dem 0:4 zur Pause noch gut bedient. Nach furios-dramatischen Finals in den Jahren zuvor dieses Mal Einbahnstraßen-Fußball- Gifhorns Spielausschuss-Vorsitzender Timo Teichert machte nicht als einziger Zaungast bereits einen Haken hinter die Partie: „Da ist kein Drive drin – das Spiel war zu schnell entschieden.“

In der Tat wurde es nach Wiederbeginn sogar langweilig. Hier der VfR-Verwaltungsmodus, dort wackere Wittinger, die aber nichts auszurichten vermochten. Und dann doch noch eine Schmach über sich ergehen lassen mussten. Keil, Malte Kühn und der Joker Daniel Kussmann mit einem Traumtor schraubten den Endstand in astronomische Höhe.

Huneke staunte und strahlte: „Mich wundert, mit welcher Leichtigkeit wir das gemacht haben. Das war eine absolute Demonstration.“ Kurzum: ein Klassenunterschied!

Von Ingo Barrenscheen

Finale Wittinger Kreispokal zwischen dem VfR Wilsche-Neubokel und VfL Wittingen/Suderwittingen 7:0

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