Handball – HVN-Beachturnier in Cuxhaven: Wittingen/Stöckens ME sensationell Zweiter, auch WC1 springt aufs Treppchen

Ein feucht-fröhliches Vergnügen

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Teambuilding geglückt: Die männliche C-Jugend respektive die 1. Herren 2023 wusste beim HVN-Beachturnier zu überzeugen.

Cuxhaven/Wittingen. Vom Regen aufs Treppchen: Nachdem die Hitze den Norden Deutschlands wochenlang im Schwitzkasten gehabt hatte, schlugen die Wetterbedingungen ausgerechnet zum Sommer-Höhepunkt für die unteren Nachwuchsmannschaften der JSG Wittingen/Stöcken um.

Yippie! Die weibliche C-Jugend der JSG Wittingen/Stöcken mit den Coaches Bianca und Lars Kamke erreichte beim HVN-Beachhandball-Turnier in Cuxhaven-Duhnen den dritten Platz...

Bei Teil zwei des HVN-Beachhandball-Turniers in Cuxhaven-Duhnen erlebten die hiesigen Teams die ein oder andere kalte Dusche von oben. Doch das trübte die positive Gesamtstimmung nicht. Zumal die weibliche C-Jugend als Drittplatzierter und die männliche E-Jugend als Niedersachsen-Vizemeister (!) auch noch dekoriert wurden.

...und wurde von den Vereinskollegen der männlichen E-Jugend sogar noch überboten. Die Killerbienen stachen zu und wurden sensationell Zweiter im Sand.

Weiblich C

Viel fehlte nicht und die Karl May-Festspiele wären von Bad Segeberg nach Cuxhaven verlegt worden... Die Mädels der WC1 – alias Old Schmetterhand – errangen am ersten Turniertag den Gruppensieg. Vier Spiele, vier Siege. Wobei das letzte Gruppenspiel auf dem Center-Court angesetzt war und Unterhaltung pur bot. Die Entscheidung fiel erst im Shoot-Out! Mit dem besseren Ende für Wittingen/Stöcken. Der Siegeszug hielt am Sonntag zunächst im Viertelfinale noch an, sodass die WC1 die Vorschlussrunde gegen die Beach-Queens aus Altenwalde erreichte. „Hier standen wir leider neben der Spur! Die Körpersprache und der unbedingte Wille haben gefehlt“, bedauerten die Coaches Bianca und Lars Kamke. Die Nervosität führte zu einer klaren und unnötigen Niederlage. Old Schmetterhand warf aber die Flinte nicht ins Korn, sondern entschied immerhin das Spiel um Platz drei für sich. „Die Freude war riesig“, so Kamke nach dem Sprung auf das Siegerpodest. Trotz widrigster Wetter-Umstände hätten die Mädels mit einer Ausnahme alles reingeworfen. „Klasse Mannschafts- und Torwartleistungen waren zu sehen“, so das Trainerlob.

Trotz einiger kalter Duschen von oben und auf dem Feld hatte die WC2 aus Wittingen/Stöcken viel Spaß in der Sandkiste.

Ein ImPoSand(t)er Auftritt gegen den HV Lüneburg zu Beginn des Turniers ging nur äußerst knapp verloren. Danach setzte es für die WC II aus Wittingen/Stöcken gegen die beiden späteren Finalisten aus Altenwalde und Arsten im strömenden Regen zwei richtig kalte Duschen. Im letzten Gruppenspiel wollte das Team auf dem Center Court dann wieder zeigen, was in ihm steckt, doch dem Gegner war das Wetter wohl zu ungemütlich geworden und er war abgereist... Im ersten Platzierungsspiel am Sonntag verloren die Mädels dann nach erneut starker Leistung erst das Lotterie-Spiel im Penaltywerfen gegen Allertal. Am Ende gab es den 15. Platz geschenkt, denn ärgerlicherweise trat der Kontrahent erneut nicht an. Bilanz von Trainer Kai Schüttenberg: „Unterm Strich: Nass war’s, anstrengend war’s, aber schön war’s.“

Teambuilding geglückt: Die männliche C-Jugend respektive die 1. Herren 2023 wusste beim HVN-Beachturnier zu überzeugen.

Weiblich D

Aus eins mach zwei. Eigentlich hatte Wittingen/Stöcken nur eine WD-Mannschaft gemeldet, doch letztlich traten zwei Mannschaften an beim Sand-Spektakel. Zwar hätten die JSG-Riegen – wie alle anderen Teilnehmer auch – in der Wetterlotterie verloren, bei den Spielen aber klar gewonnen, meinte Trainer Volker Schneemelcher. Was sinnbildlich gemeint war. Nicht alle Spielergebnisse der Beachteufel I+II fielen positiv aus, „doch die Einstellung und die Begeisterung der Mädchen brachte Lob von allen Seiten“. Hier und da musste die JSG dem Wind und Regen in einigen Spielen Tribut zollen, dennoch wurde frecher Beachhandball geboten. „Das forderte eine hohe Lauf- und Risikobereitschaft. Das haben alle teuflisch gut gemacht“, freute sich Schneemelcher. Siege und knappe Niederlagen erst im „Golden Goal“ unterstrichen, dass die hiesigen Talente ihr Bestes gegeben hätten. Am Ende sprang Platz 11 und 18 im Feld heraus.

Hü-rra! Die Beachponys von der weiblichen E-Jugend genossen trotz des Wetters den Aufenthalt im hohen Norden.

Weiblich E

Dass Pferde sich auch bei Wind und Wetter wohlfühlen, demonstrierten die Beachponys von Beginn an. Abgesehen von der ersten Halbzeit im ersten Spiel auf dem Center-Court – das unglücklich im Penalty-Werfen samt Verlängerung verloren wurde – galoppierte Wittingen/Stöcken von Erfolg zu Erfolg. Das bedeutete den zweiten Platz in der Vorrunde und den Einzug in die Finalrunde am Sonntag. Im Viertelfinale bekam es die JSG dann auch gleich mit dem späteren Turniersieger zu tun. Trotz der verdienten Niederlage und „waagerechtem Regen“ (Trainer Arne Gade) verloren die Beachponys nie ihre Bissigkeit. Auch im nächsten Spiel bei Sonnenschein – zwar immer noch durchnässt, aber mit toller Moral – war der Gegner eine Nüsterlänge vorn. Somit blieb das Spiel um Platz sieben. Da weiterhin kein Ball verloren gegeben wurde (Gade: „Sie haben sich wirklich auf jeden freien Ball geschmissen“), sicherte sich das Team den Abschlusstriumph. Der Übungsleiter: „Ich kann den Mädels nur meine allergrößte Anerkennung für diese Moral und Einsatzfreude aussprechen und freue mich schon auf 2019.“ Schmunzelnd fügte er hinzu: „Eventuell sollten wir uns dann in Wild Beachponys umbenennen...“

Männlich C

Vorhang auf für die Visionäre! Die MC aus Wittingen/Stöcken ging unter dem Namen 1. Herren 2023 ins Rennen und nutzte die Cuxhaven-Tour vor allem dafür, die neuen jüngeren Spieler zu integrieren, um für die nahende Landesliga-Saison gerüstet zu sein. In der Vorrunde belegten die Perspektivkräfte nach drei Siegen gegen Bardowick, Verden I und Habenhausen sowie einer Niederlage allerdings nur den dritten Platz. Wohl gemerkt: Gegen den späteren HVN-Beachkönig und zukünftigen Oberligisten Habenhausen setzte sich die JSG im Penaltywerfen durch. Die Tatsache, dass die Wittingen/Stöckener tags darauf beide Platzierungsspiele gegen den Heidorner SV und gegen Verden II klar für sich entschieden, zeigte auf, dass mit etwas mehr Fortune auch mehr als der schlussendliche neunte Rang möglich gewesen wäre. Dennoch geht das Trainerteam Dirk Dankert/Hartmut Vahldieck „mit einem guten Gefühl mit der Mannschaft in die neue Landesligasaison“. Diese beginnt am Sonntag mit einem Heimspiel.

Männlich D

Nur hauchdünn schrammten die Seegurken I aus Wittingen/Stöcken an einer Medaille beim Riesen-Event an der Nordsee vorbei. Mit nur einer Niederlage – und die auch erst nach dem Shoot-Out – holten die Schützlinge von Bele Metzner zunächst den Gruppensieg. Das Viertelfinale verlief dann sehr unglücklich: Nicht nur, weil die erste Halbzeit durch folgenschwere Entscheidungen verloren wurde. Sondern auch weil der Shoot-Out nach starkem kämpferischen Comeback in Hälfte zwei hauchzart an den Gegner ging. Das stachelte die Seegurken aber noch mehr an. Es folgte ein ungefährdeter Sieg und auch das Platzierungsspiels um den fünften Platz gegen den bereits aus der Vorrunde bekannten Gegner „Power Pommes“ (TSV Hannover-Burgdorf) wurde gewonnen. „Ein, trotz des Wetters, wundervolles Turnier“, strahlte Metzner.

Seegurken, die Zweite: Aufgrund von verletzungsbedingten Ausfällen ging Wittingen/Stöckens MD2 bereits geschwächt in den Wettbewerb, steigerte sich jedoch erheblich. Trotz des Fortschritts konnte die JSG am ersten Tag keinen Sieg erringen. Am zweiten Tag gewannen die Seegurken dann erst das zweite Spiel durch Nichterscheinen des Gegners.... Coach Lars Matte war mit dem Auftreten dennoch zufrieden: „Die Jungs bewiesen bis zuletzt trotz der vielen Niederlagen Kampfgeist und eine gute Moral.“

Männlich E

Die jüngste Truppe der JSG Wittingen/Stöcken, besser bekannt als die Killerbienen, hat am Wochenende wieder gestochen. „Wirklich mitreißend hat die Mannschaft ihr Wohnzimmer, den Centercourt, vierfach zum Beben gebracht“, war Coach Ralf Borchers aus dem Häuschen. Auch der oft einsetzende Regen konnte das Feuer in den ME-Handballern nicht löschen. Mit unbändigem Willen und Kampfgeist marschierte der hiesige Nachwuchs direkt bis ins Finale und musste sich erst dort geschlagen geben. Der zweite Platz: ein dicker, fetter Achtungserfolg! „Trainer und Betreuer sind sich einig: Hier ist am Wochenende etwas zusammengewachsen“, frohlockte Borchers. „Der Erfolg in diesem Maß geht weit über die Erwartungen aller hinaus.“

Von Ingo Barrenscheen

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