Handball – Oberliga Herren: 33:27-Sieg gegen Schaumburg / Albrot überragend

Die Festung Wittingen hält

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Heimstärke bestätigt: Die Handballer des VfL Wittingen (am Ball Torsten Meyer) bewiesen einmal mehr, dass sie in ihrer Halle – der gelben Hölle – eine Macht sind. Das bekam beim 33:27 jetzt auch die HSG Schaumburg-Nord zu spüren.

Wittingen. Wohl dem, der so einen zweiten Keeper hat: Der Handball-Oberligist VfL Wittingen gewann das Heimspiel gegen die HSG Schaumburg-Nord mit 33:27 (17:13). Überragender Mann in einer guten Wittinger Mannschaft: Torhüter Bastian Albrot.

Jetzt schmeckt der Auswärtspunkt aus dem Hildesheim-Spiel noch besser. Wittingens Handballer präsentierten sich gegen den Tabellenvierten aus Schaumburg sehr aggressiv und legten los wie die Feuerwehr. Das Team von VfL-Coach Axel Bühlow warf sich zügig mit 6:1 in Front.

Den Brauereistädtern gelang es, den Vorsprung sogar auf 12:5 auszuweiten und viele Zuschauer in der gut besuchten Halle hatten innerlich schon einen kleinen Haken hinter die Partie gemacht. Vielleicht auch die Protagonisten auf dem Parkett?

Denn plötzlich war ein deutlicher Bruch im Wittinger Spiel festzustellen. Vorne lief es nicht mehr rund und hinten bekam die zuvor sattelfeste Abwehr den auffälligen Schaumburger Mittelmann Johannes Sonneborn nicht in den Griff. Bühlow: „Es ist schwer, ihn völlig aus dem Spiel zu nehmen.“ Zudem erwischte VfL-Torhüter Kevin Preißner nicht den glücklichsten Tag. Wie aus dem Nichts stand es dann auf einmal nur noch 15:13. „Schaumburg ist nicht besser geworden, sondern wir schlechter“, resümierte Bühlow, der Bastian Albrot für den Stammkeeper Preißner brachte. Mit 17:13 ging es dann in die Pause.

Der Personalwechsel im Kasten sollte sich als Glücksfall erweisen. Denn: Albrot erwischte einen Sahnetag. Reihenweise entschärfte er beste Chancen der HSG. „Unser Mittelblock hat aber auch sehr gut gearbeitet. Sie haben kaum Distanzwürfe zugelassen“, so der Torhüter bescheiden. Sein Trainer sah es so: „Basti war heute ein großer Rückhalt für uns.“

Angetrieben von den lautstarken Anhängern spielte sich der VfL im zweiten Durchgang förmlich in einen Rausch. Selbst eine doppelte Unterzahl hinderte die Bühlow-Truppe nicht daran, zwei Tore zu erzielen.

In der 51. Minute fiel dann die endgültige Entscheidung: Zwei Tempogegenstöße binnen weniger Sekunden schraubten die Führung auf 31:23 hoch. Selbstverständlich hatte Albrot zuvor wieder zweimal glänzend pariert und leitete danach blitzschnell die Gegenangriffe ein. Der Held des Tages hatte aber trotz des Sieges einen Mangel festgestellt. „Am Ende waren es vielleicht ein, zwei Gegentore zu viel“, so Albrot. Bühlow war nach der Partie sichtlich erleichtert: „Angesichts der vielen Auswärtsspiele in den kommenden Wochen waren diese Punkte enorm wichtig.“

Von Michael Theuerkauf

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