Fußball – Kreisliga: Derby-Charakter zwischen Wesendorfer SC und VfL Wahrenholz II am Sonntag völlig nebensächlich

Festplatten-Absturz trifft Lazarett-Leiden...

Aus der Bahn geworfen: Das extreme Verletzungspech erschwert dem Aufsteiger VfL Wahrenholz II (l.) aktuell das Leben. Im Derby beim Wesendorfer SC rechnet sich das Taterbusch-Team von daher nicht wirklich etwas aus. Foto: Jansen

Wesendorf. Derby-Charakter – außen vor! Der Rivalitäts-Gedanke zwischen dem Wesendorfer SC und VfL Wahrenholz II in der Fußball-Kreisliga am Sonntag (14 Uhr) gerät hüben wie drüben durch unterschiedlich gelagerte Probleme völlig in Vergessenheit.

Auf der einen Seite der WSC. Opfer eines Festplatten-Absturzes. Den Trainer Jürgen Haase auf seine eigene Kappe nimmt. „Ich habe die Mannschaft mit Taktik und System vollgepumpt.“ Und damit die Speicher-Kapazität gesprengt. „Wir vergessen das Fußballspielen“, sagt der Administrator in seiner 100 Tage-Bilanz. Wer muss was wann und wie machen, um Gefahr zu erzeugen: Da hapert es bei den Wesendorfern. Bestes Indiz: Innenverteidiger Stefan Pikzak ist mit drei Toren bester Angreifer... Haases Lösung: „Wir müssen den Reset-Knopf drücken und neu anfangen.“ Neben spielerischen Ansätzen erhofft er sich am Sonntag aber vor allem einen Heimsieg. Denn auch unter dem neuen Coach hält die Heimmisere an.

Einen anders gelagerten Missstand macht sich beim Gegner aus Wahrenholz breit. Akuter Personalmangel. Der VfL als Verein für Lazarett-Leiden. Acht Stammspieler, darunter fast die komplette Viererkette, fehlen Coach Helge Reinsch am achten Spieltag. Ein Schelm, wer Böses denkt, aber das Zahlenspiel ließe sich fortsetzen: Nach dem 0:5 gegen Brome, 0:6 gegen Vorhop und 0:7 zuletzt gegen Meinersen wäre logischerweise nun ein 0:8 an der Reihe... In der Tat gehe es für den Aufsteiger schlichtweg um „Schadensbegrenzung“, gibt Reinsch unverhohlen zu. „Wir haben derzeit nicht die Ressourcen. Das werden ungleiche Kräfteverhältnisse.“ Der Sieger stünde im Grunde schon vor dem Anpfiff fest. Das eigentliche Derby: Eher ein Krisen-Gipfel unter jetzigen Gesichtspunkten.

Von Ingo Barrenscheen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare