Fußball – Bundesliga: Zehn Wölfe stoppen Pleitenserie mit 2:0-Auswärtscoup!

Die Fesseln fallen in Frankfurts Festung

Mit viel Kampf holte der VfL (links Joao Victor gegen Evan Ndicka) den Sieg.
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Mit viel Kampf holte der VfL (links Joao Victor gegen Evan Ndicka) den Sieg.
  • Rouven Peter
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Frankfurt – Sie ist gerissen, die Niederlagenserie des VfL Wolfsburg. Am 12. Spieltag der Fußball-Bundesliga gewannen die Autostädter 2:0 (1:0) bei Eintracht Frankfurt und durften nach vier Pleiten am Stück wieder einen Erfolg bejubeln.

Die Wölfe begannen druckvoll. Während Frankfurts Ersatzkeeper Felix Wiedwald, der für den wegen eines Infekts ausgefallenen Frederik Rönnow im Tor stand, gegen den steil geschickten Admir Mehmedi (6.) und danach gegen William (11.) stark parierte, war er kurze Zeit später machtlos: Einen Schuss von Maximilian Arnold von der Strafraumgrenze lenkte Weghorst per Kopf an Wiedwald vorbei zur Führung ins Tor.

Mit seinem sechsten Treffer im zwölften Liga-Spiel beendete der Niederländer eine drei Partien andauernde Tor-Flaute. Weghorsts bei der Eintracht stürmender Landsmann Bas Dost, der von 2012 bis 2016 in Wolfsburg spielte, konnte dagegen kaum Akzente setzen.

Die engagiert auftretenden Gastgeber hatten in der ersten Halbzeit nur eine große Chance durch Goncalo Paciencia (9.). Seinen Flugkopfball nach Freistoß von Filip Kostic konnte der nach langer Verletzungspause ins Tor zurückgekehrte Koen Casteels aber mit einer Glanzparade noch am Pfosten vorbeilenken. Nach dem Rückstand überzeugten die Frankfurter zwar kämpferisch, konnten aber gegen die gut postierten Gäste ihr Spiel kaum entfalten.

Marcel Tisserand bekommt hier seine erste Gelbe von Daniel Siebert.

Nachdem Sekunden vor dem Abpfiff der ersten Hälfte Marcel Tisserand die Gelb-Rote-Karte sah, mussten die Wolfsburger in Unterzahl den Vorsprung verwalten. Dennoch taten sich die Hessen weiter schwer, sie fanden keinen Spielfluss. Der VfL verteidigte dagegen mit zehn Mann geschickt und hatte sogar die große Möglichkeit zum zweiten Treffer: Nach Hereingabe von Arnold konnte Wiedwald den wuchtigen Kopfball von Jeffrey Bruma nur mit Mühe abwehren. Tragisch war, dass der Frankfurter Schlussmann nach seinen guten Taten am Ende zum Wegbereiter des Erfolgs für Wolfsburg wurde.

Endlich wieder gewonnen: Wolfsburgs Spieler beim Jubel nach dem Spiel.

Nach einer Rückgabe von seinem Verteidiger Martin Hinteregger traf Wiedwald den Ball beim Wegschlagen nicht richtig und spielte ihn vor die Füße von Joao Victor. Der Brasilianer hatte keine große Mühe, für den Endstand zu sorgen. Damit kletterten die Wölfe in der Tabelle und fügten der SGE die erste Heimniederlage in der laufenden Bundesligasaison zu. „Mit der Gelb-Roten Karte ist uns die Kinnlade schon etwas heruntergefallen“, gab VfL-Übungsleiter Oliver Glasner zu. In der zweiten Halbzeit aber hätten seiner Meinung nach all seine Spieler diszipliniert verteidigt, wenig zugelassen und trotzdem nach vorne gespielt – „das war großartig. Am am Ende ist es auch ein verdienter Sieg für uns, über den wir sehr froh sind.“

dpa/rp

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