Fußball – Kreisliga: Top-Spiel in Wasbüttel / Enteilt Sprakensehl der Konkurrenz?

Fernglas oder Augenhöhe?

Stürzt der ungeschlagene Spitzenreiter Sprakensehl im Top-Spiel der Kreisliga bei Verfolger MTV Wasbüttel? Foto: Marud

Wasbüttel. Die Optiker im Kreis Gifhorn freuen sich schon auf das Geschäft des Jahres. Denn in den kommenden Tagen könnte die Nachfrage an Ferngläsern sprunghaft ansteigen.

Sollte Tabellenführer SV Sprakensehl am Sonntag (14 Uhr) das Kreisliga-Topspiel beim Zweiten MTV Wasbüttel für sich entscheiden, dann benötigen die 15 Konkurrenten schon eine Sehhilfe, um einen Blick auf die enteilte SV-Mannschaft von Trainer Rouven Lütke zu erhaschen. Bei dann sieben Zählern Vorsprung droht bereits vor der Winterpause die große Langeweile.

„Die Meisterschaft wird noch nicht an diesem Wochenende entschieden“, ist sich MTV-Trainer Udo Hoffmann sicher. Trotzdem setzt er alles daran, den Abstand zu Sprakensehl zu verkleinern. „Wir wollen der Liga zeigen, dass auch der SSV besiegbar ist. Mit einem Heimsieg wollen wir das Aufstiegsrennen spannend halten und selbst oben dran bleiben.“

Beim Duell der stabilsten Abwehr (10 Gegentore) gegen den treffsichersten Sturm (69) erwartet Hoffmann ein von Taktik geprägtes Spiel. „Wir werden sicher nicht alles auf Angriff setzen, sondern aus einer sicheren Defensive kontern“, meint Hoffmann, der Serdar Gökkus mit einer Sonderrolle betraut. Der Abwehrmann soll die Kreise von SSV-Spielmacher Alexander Simon einengen und den „Zufluss zu den Stürmern Vitali Sterz und Waldemar Bier stoppen.“

Nicht ins offene Messer will Sprakensehls Trainer Rouven Lütke laufen. „Wir werden erst einmal abwarten. Wasbüttel steht mehr unter Druck, gewinnen zu müssen. Deshalb ist der MTV auch gefordert, etwas für das Spiel zu tun“, gibt sich der SSV-Trainer bei vier Zählern Vorsprung gelassen.

Unklar ist noch die Personallage beim Spitzenreiter. „Einige meiner Spieler sind noch vom 7:2 gegen Grußendorf angeschlagen oder schleppen Blessuren aus der Saison mit sich herum. Aber wir wollen in Wasbüttel schon die stärkste Elf aufbieten. Da müssen einige Jungs auf die Zähne beißen“, fordert Lütke, den unter der Woche eine Erkältung plagte.

Entgehen lassen wird sich Lütke die Begegnung der beiden Spitzenmannschaften aber ganz sicher nicht. Schließlich wohnt er nicht weit vom MTV-Platz entfernt. „Ich hoffe, dass das Wetter ganz ordentlich wird und einige Zuschauer kommen. Für mich ist es nicht nur wegen der Tabelle ein besonderes Spiel“, so Lütke.

Von Matthias Jansen

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