Junge Fanr Luc Grobauer schwärmt 

Parsau und der/das Nonplus-Ultra

Als eiserner Fan folgt der erst 15-jährige Luc Grobauer dem FC Germania Parsau auf Schritt und Tritt.
+
Blau-Gelb durch und durch: Luc Grobauer folgt dem FC Germania Parsau auf Schritt und Tritt.
  • Ingo Barrenscheen
    vonIngo Barrenscheen
    schließen

Sieben Spiele, sieben Siege – der FC Germania Parsau verlebt die Winterpause trotz Corona-Pandemie im siebten Himmel nach der Bilderbuch-Hinserie in der 1. Fußball-Kreisklasse B. Und zwar nicht nur das Team. Sondern auch die Fangemeinde.

  • Edelfan Luc Grobauer ist beim Herbstmeister FC Parsau meist mittendrin statt nur dabei.
  • Darum sind Mannschaft und Supporter unzertrennlich.
  • Für die Zukunft wünscht sich der FC-Follower den Aufstieg- und einen Rollentausch...

Nur eine Partie verpasst - aus gutem Grund...

Daher lohnt sich beim Rückblick ein Perspektivwechsel: Mit gerade einmal 15 Jahren ist Luc Grobauer ein faszinierendes Paradebeispiel dafür, wie Dorffußball alle Generationen mitreißen kann. „Die Hinrunde war das Nonplusultra!“ Aus jeder Silbe des juvenilen Supporters schwingt die Begeisterung mit. Und Grobauer weiß, wovon er spricht. Schon in der Vorsaison verpasste er mit seinem eisernen Freundeskreis fast keine Partie der Germanen – ob zuhause oder auswärts. Auch in der aktuellen Spielzeit konnte er das Team nur beim Gastspiel in Wahrenholz nicht unterstützen – weil er selbst für die A-Junioren der JSG Bergfeld/Parsau/Tülau ran musste. Ansonsten wäre das Ziel vermutlich der Taterbusch gewesen? „Aber hallo!“

„Mannschaft und Fans sind unzertrennlich. Wir sind die geilste Fangemeinschaft, die es in der Gemeinde gibt.“

Parsau-Fan Luc Grobauer

Der Youngster ist wie eine Art Maskottchen für die Blau-Gelben. Aber woher rührt sein Enthusiasmus für einen Kreisklassen-Klub? Da ist zum einen die Familie. „Mein Vater hat auch schon in Parsaus Herren gespielt. Mit vier Jahren war ich das erste Mal auf dem Sportplatz.“ Anfang einer glühenden Leidenschaft. Die durch den Einstieg von Sören Henke als FCGP-Coach noch einmal verstärkt wurde. „Er lebt für den Fußball. So wie wir auch. Unsere Gruppe hat sich direkt wohlgefühlt, wir haben auch schon mal mittrainiert. Es kam eins zum anderen. Mannschaft und Fans sind unzertrennlich“, bekräftigt Luc und packt noch eins obendrauf: „Wir sind die geilste Fangemeinschaft, die es in der Gemeinde gibt. Es gibt nichts Besseres als das Feeling, mit den Leuten, die man kennt, sonntags in der ersten Reihe auf dem Sportplatz zu stehen und die Jungs anzufeuern.“

Mittendrin statt nur dabei im Topspiel...

Erst Recht, wenn es einem das Team zurückzahlt. Sie reisen weit, sie reisen viel, und sie gewinnen jedes Spiel... Der 4:3-Triumph im Gipfeltreffen gegen den SV Hankensbüttel sei das spannendste Spiel gewesen. „Da hat man sich gefühlt, als würde man mit auf dem Platz stehen.“ Die Super-Serie der Vorbilder hilft dann auch mal schnell über die magere Bilanz der eigenen A-Jugend-Spielgemeinschaft hinweg. „Bei uns läuft es ja nicht so gut. Umso schöner, wenn dann die Erste gewinnt. Das hat einwandfrei funktioniert.“

Mit 10 Jahren Sprecher beim Germanen-Cup

Dazu trägt Luc seinen Anteil bei. Als einmal die Stadionsprecherin fehlte, schnappte er sich kurzerhand das Mikrofon auf der Sportanlage Unter den Eichen. Nur um die Parsauer Spieler zu pushen. Absolut bemerkenswert: Bereits mit sieben Lenzen verdiente sich Luc beim Germanen-Cup, dem Budenzauber des Vereins, erste Sporen beim Bedienen der Anzeigetafel oder der Torhymnen. Drei Jahre später übernahm er mit Freunden zusammen die komplette Hallensprecher-Funktion! Die ersten Jahre hätte es Überwindung gekostet, mittlerweile haben sich die Jungs reingefuchst.

Der Traum vom Aufstieg und dem Sprung in die Erste

Luc hat einen sehnlichen Wunsch: Dass sein Klub am Ende der Spielzeit (deren Fortsetzung allerdings durch die Corona-Pandemie mehr denn je in den Sternen steht) nach sechs Jahren Abstinenz in die Kreisliga zurückkehrt. Als Aufstiegs-Prämie verspricht der FC-Follower direkt noch mehr Power von der Seitenlinie. „Nächste Saison in der Kreisliga wird es noch einmal schärfer.“ Man merkt: Der 15-Jährige brennt für seine Farben. Kein Wunder, dass er selbst vom Sprung in die Erste träumt: „Um dann andere Kinder mich anfeuern zu sehen...“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare