Fußball-Bezirksligist verliert Stammkraft

Künftig ohne Vier: Abgang von Erik Weis schmerzt FC Brome besonders

Der Abgang von Erik Weis (l.) im Sommer bedeutet für den Fußball-Bezirksligisten FC Brome einen schmerzlichen Verlust.
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Sein Tapetenwechsel bedeutet für den FC Brome einen großen Verlust: Erik Weis (l.) zieht es ab Sommer nach Hamburg. Er gehört zu der Generation, die Trainer Mark-Oliver Schmidt von der Jugend an entwickelt hat.
  • Ingo Barrenscheen
    vonIngo Barrenscheen
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In der Quantität mag der Kader des FC Brome fürs Erste geschröpft worden sein. Doch Qualität sei nach wie vor in Hülle und Fülle vorhanden, entgegnet Mark-Oliver Schmidt. Der Cheftrainer des Fußball-Bezirksligisten muss künftig auf vier Akteure verzichten. Besonders schwer wiegt der Verlust von Führungsspieler Erik Weis.

  • Die klassische Bleiben-oder-Gehen-Abfrage beim Fußball-Bezirksligisten FC Brome hat vier Abgänge als Folge.
  • Speziell der Verlust von Stammkraft Erik Weis hinterlässt eine Lücke.
  • Doch für Trainer Mark-Oliver Schmidt ist weniger manchmal mehr...

Einer aus jener Garde, die Schmidt selbst von Kindesbeinen an bis in den gehobenen Erwachsenen-Bereich geformt hat. „Eine ganz wichtige Personalie“, untermauert der FCB-Coach mit einem fast unmerklichen Seufzer. „Es wird schwer, seinen Abgang aufzufangen.“ Der Sechser/Rechtsverteidiger ist im letzten Studien-Semester und zieht ab Sommer nach Hamburg. Handelsübliche Einbußen eines Dorfvereins, wenn die große weite Welt lockt. „Man muss im Grunde jedes Jahr neu formieren“, bestätigt Schmidt.

Gieselberg-Geschwister wollen wohl zusammen zurück nach Jahrstedt

Zumal Brome auch in der Breite verliert. Auch drei bisherige Ergänzungskräfte sind auf der Streichliste. Dennis Ackermann vollzieht zwar keinen Orts- oder Vereinswechsel, kann aber maximal noch als Standby-Kraft gezählt werden. „Er macht Abendschule – genau zu unseren Trainingszeiten. Er weiß genau, wenn er nicht trainiert, dass er dann Schwierigkeiten kriegt“, so Schmidt. Darüber hinaus zieht es die Gieselberg-Geschwister Marius und Michael wohl zurück zu ihrem Heimatverein FC Adler Jahrstedt. „Das ist ihren Einsatzzeiten geschuldet“, erklärt Schmidt. „Sie wollen auch als Brüder gemeinsam auf dem Platz stehen. Marius studiert zudem in Hannover, der Aufwand ist immens.“

„Der Kader ist klein, aber da ist geballtes Potenzial und Dampf drin.“

Bromes Coach Mark-Oliver Schmidt sieht sein Team weiterhin schlagkräftig aufgestellt

Ein Quartett lässt also den Sportplatz an der Steimker Straße hinter sich. Bromes Übungsleiter sieht in der Diät auf nunmehr 18 Spieler kein Problem. „Der Kader ist klein, aber da ist geballtes Potenzial und Dampf drin.“ Routinier Christoph Nieswandt sei auch wieder „sehr motiviert“, mehr anzugreifen. Mit den aufrückenden A-Jugendlichen Mathis Schünemeyer und Leon Senkel hätte der FCB zudem zwei Perspektivkräfte in der Hinterhand. Und drei bis vier potenzielle Neuzugänge an der Angel, die das Team definitiv voranbringen würden. „Wir führen Gespräche. Ich hoffe, dass sich der ein oder andere für uns begeistern kann“, sagt Schmidt.

Darum macht sich Schmidt selbst mit einem 18 Mann-Kader keine Sorgen

Ihm ist selbst mit dem derzeitigen Status quo nicht bange, wenngleich er weiß, dass in der Bezirksliga jedes Spiel „sehr intensiv“ daherkomme. Was das ein oder andere Wehwehchen mit sich bringen könnte. Doch weniger sei manchmal auch mehr, meint Schmidt. Und verweist auf die Beispiele anderer Aufsteiger aus den Vorjahren. „Vordorf oder Wilsche hatten elf Topleute, zwei, drei gute Ergänzungsspieler und ein, zwei, die Bock auf den Kader hatten.“ Zu viele Köche verderben manchmal bekanntlich den Brei. „Man muss ja dann auch alle bei Laune halten.“ Zumal sein 18er-Stamm auf einem Top-Level agiere.

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