Trotz Corona-Pandemie formiert sich neue Triebfeder

Junges Engagement beim FC Brome: J-Team gegründet

Beim FC Brome hat sich mitten in der Corona-Pandemie ein J-Team geformt. Die jungen Engagierten um Frontmann Marco Loeper (v. l.), Maya Schencke, Tjorven Buhr, Lisa Jürgens, Nele Christensen und Lasse Schönke wollen das Vereinsleben bereichern.
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Sechs der neun Gefährten vom neugegründeten J-Team des FC Brome: Frontmann Marco Loeper (v. l.), Maya Schencke, Tjorven Buhr, Lisa Jürgens, Nele Christensen und Lasse Schönke.
  • Ingo Barrenscheen
    vonIngo Barrenscheen
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Mit René Wedekind hat der FC Brome über einen jungen, aber umtriebigen Fußball-Abteilungsleiter. Und die nächste Gruppe engagierter Nachwuchs-Kräfte steht bereits in den Startlöchern. Denn der Klub von der Steimker Straße gehört nun zum größer werdenden Heer der Sportvereine, die über ein sogenanntes J-Team verfügen.

In kurzer Zeit hat Wedekind beim FCB gleich neun sportbegeisterte und kreative Mitstreiter mobilisiert, die sich künftig gewinnbringend für die jüngere Generation einsetzen und dieser „eine abwechslungsreiche, abenteuerliche und schöne Zeit durch unterschiedlichste Projekte bieten wollen“, umreißt Lisa Jürgens (20) die Intention hinter dem Bromer J-Team. Sie selbst fing mit sechs Jahren beim FC mit dem Tanzen an, übernahm mit zarten 14 Jahren dann ihre erste Gruppe als Trainerin und absolvierte 2019 ihren C-Schein. Da sie aktuell aus beruflichen Gründen – und logischerweise der Corona-Pandemie – keine Übungsstunden geben kann, wollte sie sich „anderweitig engagieren“, wie sie in einem Portrait auf dem Bromer Social Media-Kanal verrät. Da kam die neue Initiative genau richtig.

Unverbindlicher Weg ins Ehrenamt

Federführend kümmert sich Marco Loeper um das Aktions-Bündnis. Das vom Landessportbund Niedersachsen und dem Kreissportbund Gifhorn unterstützte Format sei „eine tolle Sache. Weil es immer schwieriger wird, Vorstandsposten zu besetzen, wenn Wahlen und Fristen eingehalten werden müssen“. Beim J-Team ist alles zwanglos. Die Mitglieder können sich ans Ehrenamt herantasten. „Es gibt jungen Leuten die Möglichkeit, sich mit einer gewissen Unverbindlichkeit für seinen Verein einzusetzen“, erklärt Alois Nieder (26). „Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt“, betont Loeper.

Es gibt jungen Leuten die Möglichkeit, sich mit einer gewissen Unverbindlichkeit für seinen Verein einzusetzen.

Alois Nieder vom neuen J-Team des FC Brome

Es hätte sich ein „breites Spektrum“ von Aktiven gefunden, die sich einbringen wollen. Von 15 bis 26 Jahren. Der Leitwolf selbst ist Betreuer der 2. Fußball-Herren. Es sind aber auch Teammitglieder aus der Gymnastiksparte oder Jugendkicker mit an Bord. Weitere Freiwillige sind absolut willkommen.

Tatendrang durch Corona eingeschränkt

Wobei der Zeitpunkt einer Gründung selbstredend „nicht der Beste ist“, gibt auch Loeper zu. Das Corona-Virus samt Lockdown bremst die übliche Anfangseuphorie aus. „Es geht natürlich etwas stockend für uns los. Was soll man zurzeit auch groß machen!?“ Das soll den Tatendrang freilich nicht schmälern. „Zu früh anfangen geht immer“, meint er. „Dann weiß man schon, wie alle anderen ticken.“ Im Rahmen der Möglichkeiten hat das Bromer J-Team ein erstes Projekt (genau darüber definieren sich die Zusammenschlüsse) in die Wege geleitet. Was genau sich dahinter verbirgt, will Loeper noch nicht preisgeben. „Ich will da noch nicht zu sehr ins Detail gehen.“ Die Förderung mittels eines Starterpakets jedenfalls ist beantragt. Andere Überlegungen – etwa eine Stadionzeitung oder das Streichen der Kabinen – seien momentan nicht umsetzbar.

Letztlich können alle Beteiligten an den Erfahrungen nur reifen und „viel voneinander lernen“, sagt Nieder. Eine Win-Win-Situation. Für Bromes Jugend bewegt sich was. Und die J-Team-Crew nimmt neue Skills mit ins tägliche Leben. Deshalb ist das größte Bestreben aller, die Kampagne bei den Grün-Weißen dauerhaft zu etablieren.

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