Tankumsee-Triathlon: Wienbreier und Weiß die Schnellsten / Wetter schreckt ab: Nur 512 Starter

Favoritensieg und eine Unbekannte

Manch einer schaut glücklich, manch anderer geschafft drein: Letztlich waren aber alle 512 Starter erfreut über ihren erfolgreich absolvierten Triathlon am Tankumsee.

Isenbüttel. Jetzt kennt er sie. Stephanie Weiß aus Hannover war nicht nur für Jan Poguntke eine Unbekannte. „Niemand von uns hatte bisher von ihr gehört. Daher kam sie in die zweite Startgruppe“, erklärte der Organisator des traditionellen Tankumsee-Triathlons.

Zu früh freute sich Elisabeth Marquardt (Triathlon Team Braunschweig), die nach einem zweiten Platz 2013 gestern zunächst als erste Frau in 1:08:04 Stunden die Ziellinie überschritten hatte. Doch dann die Korrektur. Stephanie Weiß, in ihrer Startgruppe als erste noch vor allen Männern aus dem Wasser gestiegen, hatte 76 Sekunden weniger benötigt und sich somit den Sieg geholt. Für die Landesliga-Läuferin von Victoria Linden selbst war der Sieg keine Überraschung. Dennoch lief ein Fragezeichen mit. „Ich hatte keine Uhr um, daher wusste ich bis zuletzt nicht, ob es reicht“, erklärte Weiß nach dem Rennen.

Ganz andere Probleme hatten derweil die Macher des sportlichen Dreikampfs. „Durch starke Regenfälle war zumindest das Radfahren gefährdet“, hob Moderator Rene Schaab hervor. Zur Not wäre aus dem Triathlon ein Swim and Run geworden.

Wie erwartet derweil der Ausgang bei den Herren. Während Titelverteidiger und Mehrfach-Sieger Konstantin Bachor das Geschehen erkältet und in Zivil als Zuschauer betrachtete, nutzte der Vorjahreszweite Daniel Wienbreier (VfL Wolfsburg) die Gunst der Stunde und überquerte in 55:46 Minuten als Ersten die Ziellinie. Wienbreier lief sogar eine Minute schneller als Bachor im Jahr zuvor. Allerdings, so Poguntke, war es dieses Mal auch windstill. Zweiter wurde sein VfL-Teamkollege Eike Hübenthal (58:03 min.) vor Tobias Klinkberg (Triathlon Team Braunschweig, 59:24).

Wienbreier avancierte also vom Jäger zum Gejagten. „Es ist nicht einfach, wenn man starke Leute wie Eike im Nacken hat. Da kann man nie sicher sein. Denn Eike hat immerhin auch schon Konstantin Bachor geschlagen“, resümierte der Sieger. Die Radstrecke sei trotz vorheriger Bedenken „unproblematisch“ gewesen, beim Schwimmen hatte der spätere Triumphator noch als Dritter das Wasser verlassen, den Rückstand dann aber per Rad schnell aufgeholt. Erst etwa 2,5 Kilometer vor dem Ziel sei er sich sicher gewesen, den Sieg zu holen, sagte Wienbreier.

Die Temperaturen waren kühl, zum Rennbeginn blieb es jedoch trocken. Ideale Laufbedingungen, wie die Teilnehmer sagten, wenn man denn die Pfützen mied. Doch die Wetterprognose hatte offensichtlich einige Teilnehmer abgeschreckt. Das schon länger ausgebuchte Teilnehmerfeld von 700 Startern schrumpfte auf 512...

Von Burkhard Ohse

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