Fußball – Kreisliga: Wittingen/S. reist mit breiter Brust nach Groß Oesingen

VfL der Favorit? Fetahu winkt ab!

Schwere Hürde: Marcel Liedtke (links) und der VfL Wittingen/S. müssen im Nordkreis-Derby beim SV Groß Oesingen Farbe bekennen.
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Schwere Hürde: Marcel Liedtke (links) und der VfL Wittingen/S. müssen im Nordkreis-Derby beim SV Groß Oesingen Farbe bekennen.

Groß Oesingen – Wer hätte das gedacht!? Aufsteiger VfL Wittingen/Suderwittingen geht am zehnten Spieltag – zumindest auf dem Papier – als Favorit in das Nordkreis-Derby der Fußball-Kreisliga am Sonntag beim SV Groß Oesingen (14 Uhr).

Die Brauereistädter sammelten im bisherigen Saisonverlauf fünf Zähler mehr als die mit ambitionierten Zielen in die Spielzeit gegangenen Groß Oesinger.

Natürlich wollen wir so lange wie möglich da oben bleiben, doch wir wissen auch, wo wir herkommen.

Naim Fetahu, Trainer des VfL Wittingen/Suderwittingen

Allerdings sieht VfL-Trainer Naim Fetahu trotz Rang zwei im Vorfeld der Partie keine Vorteile für seine Mannschaft. Er warnt stattdessen vor einem spielstarken Gegner: „Sie wollen Fußball spielen, doch das ist für uns sogar ganz gut.“ Wirklich einschätzen kann Fetahu den SVGO aber nicht, zu wechselhaft tritt er in der bisherigen Spielzeit auf.

Allerdings schaut der Neuling vorrangig auf sich. „Wir müssen zwar sicherlich darauf hoffen, dass Groß Oesingen keinen allzu guten Tag erwischt, aber auch unsere eigenen Hausaufgaben erledigen“, weiß Wittingens Übungsleiter. Zuletzt gegen Knesebeck (2:1) schwang sich der VfL zu einer starken kämpferischen Vorstellung auf und sicherte sich daher die drei Zähler, die am Sonntag veredelt werden sollen. „Natürlich wollen wir so lange wie möglich da oben bleiben, doch wir wissen auch, wo wir herkommen. Wir sind noch lange nicht da, wo wir hinwollen“, erklärt Naim Fetahu, der definitiv Marcel Kerstens (Bänderriss) ersetzen muss und noch um die Einsätze von Frederick Heinrichs, Christian Fricke, Lennard Emmermann und Philipp Greve bangt. Doch zur Rotation ist Fetahu an fast jedem Wochenende gezwungen. Negativ bemerkbar gemacht hat sich dies bisher aber nur selten.

Den bisherigen Saisonverlauf seines Teams möchte auch SVGO-Coach Torben König nicht schlechtreden. „Es ist noch alles offen. Bei einem Sieg sind wir wieder ganz oben dran“, weiß er. Allerdings ist sich König der Tatsache bewusst, dass auf die Seinen am Sonntag „eine Menge Qualität“ zukommt. Dementsprechend erwartet er von seiner Elf eine deutliche Steigerung im Vergleich zur Vorwoche (3:5 in Kästorf). „Wir wollen diesmal vor allem auf uns schauen und unser Spiel durchdrücken. Zuletzt haben wir uns dem Gegner angepasst“, blickt König zurück.

Auch insgesamt war der Groß Oesinger Trainer mit den letzten drei Auftritten seiner Elf nicht gänzlich zufrieden: „Momentan fehlen die einfachsten Automatismen. Daran arbeiten wir, dann kommt der Rest auch von allein.“ Womöglich können die Blau-Weißen das Nachbarschaftsduell sogar mit vollem Personal („Momentan habe ich zwar noch keine Abmeldungen, aber wir warten erst einmal das Abschlusstraining am Freitag ab“) angehen. Das Ziel ist daher klar: „Wir wollen daheim ungeschlagen bleiben.“

VON FLORIAN SCHULZ

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