Fußball – Bezirksliga: Brome nach 0:5 mit XXL-Rückstand aufs rettende Ufer

Fassungslosigkeit an Steimker Straße

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Sie rauften sich die Haare – immer und immer wieder... Bromes Bezirksliga-Novizen handelten sich gestern gegen den TSV Hehlingen eine unerklärliche 0:5-Abfuhr ein und trudeln in dieser Verfassung schon jetzt dem direkten Wiederabstieg entgegen.

Brome – Schlimmer geht immer. . . Wer dachte, der FC Brome sei schon unterhalb der Grasnarbe angekommen, der erlebte am gestrigen Sonntag den neuerlichen Tiefpunkt.

Statt des erhofften Wendepunktes in der Fußball-Bezirksliga handelte sich der Aufsteiger eine 0:5 (0:2)-Schmach im Kellerduell gegen den TSV Hehlingen ein. Nicht weil die Gäste so stark waren. „Sondern weil wir so schlecht waren“, war FCB-Teammanager Hendrik Joswig sprach- und fassungslos.

Denn die Bromer sind nun erst einmal auf lange Sicht auf einem Abstiegsplatz festzementiert. Wie zu befürchten war, gewannen auch der TuS Platendorf (2:0 gegen Lupo II) und SV Lauingen/Bornum (3:0 gegen Gamsen) ihre Schlüsselspiele. Damit ist das Worst-Case-Szenario an der Steimker Straße eingetreten: Satte sieben Zähler Rückstand aufs rettende Ufer! Das Licht am Horizont wird düsterer.

Die Burgherren hatten einen klassischen Fehlstart in die Partie erwischt: Nach nur zwei Minuten zappelte das Leder zum Leidwesen des FCB schon im Netz von Tim Schulze, nachdem Yannic Rüscher unfreiwillig einen Freistoß verlängert hatte und Hehlingens Bjarne-Fynn Klingfurt ungehindert zum 0:1 einköpfte. Eine kalte Dusche. Bromes Plan war vom Fleck weg über den Haufen geworfen. Doch es öffnete sich im ersten Abschnitt mehrfach das Portal, um schnell wieder in die Partie zurückzufinden. Nur: Die Gastgeber verfehlten den Eingang respektive das Tor. Marvin Keller und Lucas Spellig ließen zwei Hochkaräter aus, überhaupt kam Brome immer wieder simpel vor das TSV-Tor. „Die waren offen wie ein Scheunentor“, registrierte Joswig. Zu allem Überfluss fiel kurz vor der Pause auch noch das 0:2. Nicht nur Joswig machte innerlich offenbar schon einen Haken hinter die Begegnung: „Meiner Meinung nach haben wir das Spiel in der ersten Halbzeit verloren.“

Es sollte schlussendlich richtig knüppeldick für den Novizen kommen. Beim 0:3 ausgekontert. Dann bei abermals zwei Riesenchancen durch Keller und Ahmed Chabaan (Latte, 68.) den Hallo-Wach-Effekt verpasst. Und letztlich düpiert. Zurück blieb ein relativ ratloses Trainerteam. Joswig: „Es kann nicht sein, dass wir fünf Dinger kriegen. Wir müssen uns irgendetwas überlegen. Aber ich weiß nicht was...“

VON INGO BARRENSCHEEN

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