VGH-Fairness-Cup: SVGO auf Platz 24 der Zwischenbilanz / Wesendorf-Coach enttäuscht

Fair, fairer, Oesingen: 774 Ränge in einem Jahr hoch

Glänzten mit Fairness: Der SV Groß Oesingen ist das anständigste Team des NFV-Kreises Gifhorn. Hier hilft Matthias Thoelke den Ummeraner Christopher Bartsch. Foto: peter

Groß Oesingen/Wesendorf – Halbzeit beim VGH-Fairness-Cup 2019/20! Fußball-Kreisligist SV Groß Oesingen ist das fairste Gifhorner Team oberhalb der 1. Kreisklasse. Im niedersachsenweiten Ranking belegt der SVGO Platz 24.

Im VGH-Fairness-Cup wurden in der laufenden Saison bis zur Winterpause mehr als 7000 Spiele von 954 niedersächsischen Mannschaften aus 64 Staffeln von den Kreisligen bis zur 1. Bundesliga in Sachen Fairplay ausgewertet. Dass die Oesinger dabei auf dem 24. Platz sind, macht Übungsleiter Torben König stolz: „Das ist auf jeden Fall eine gute Leistung.“ Noch vor genau einem Jahr stand seine Mannschaft an 798. Stelle, steigerte sich binnen zwölf Monate um beachtliche 774 Ränge. In 14 Partien kassierte der SVGO nur 15 Gelbe Karten. „Natürlich lege ich großen Wert auf die Fairness, es ist aber nicht so, dass ich mein Team darauf getrimmt habe“, betont König. Viel lieber seien ihm Punkte in der sportlichen Tabelle gewesen. Momentan ist seine Mannschaft Neunter in der Kreisliga: „Wir werden in der Rückrunde nicht extra auf die Fairnesswertung achten. Erst mal müssen wir sehen, dass wir in der Tabelle vorankommen.“

WSC: Hopp enttäuscht

Das Oesinger Gegenstück ist der Wesendorfer SC. In 14 Partien kassierte der Kreisligist bisher 42 Gelbe Karten sowie dreimal den Roten Karton – entsprechend ziert der WSC Platz 925 der insgesamt 954 NFV-Teams und ist Schlusslicht im Nordkreis-Ranking.

„Damit kann ich mich gar nicht identifizieren“, ist Wesendorfs Übungsleiter Matthias Hopp enttäuscht. „Aber es zeigt auch die Situation, in der wir uns befinden.“ Wesendorf ist stark abstiegsbedroht. „Ein gewisser Unmut ist da, da kommt es dazu, dass wir viel mit uns selbst hadern oder mit den Schiris“, bedauert Hopp. Demzufolge kassierte Wesendorf zahlreiche Verwarnungen aufgrund von Meckerns. Hopp: „Wir wollen das in der Rückrunde abstellen, denn das ist kein schönes Bild für den WSC.“

Auf Rekordjagd

Mit der Reserve des BSC Acosta Braunschweig hat sich im Fairplay-Cup ein klarer Favorit auf den Gesamtsieg herausgeschält, der die Nachfolge von Vorjahressieger SV Bad Bentheim II antreten könnte. In 15 Saisonspielen haben die Kreisliga-Kicker bisher lediglich vier Gelbe Karten erhalten. Gelb-Rot oder Rot? Fehlanzeige! Daraus ergibt sich ein Fairness-Quotient von 0,27. Das Team von Trainer Uwe Stucki ist drauf und dran, den mit eben diesem Wert in der Saison 1993/94 vom emsländischen Verein SV Wippingen aufgestellten Wettbewerbsrekord zumindest einzustellen.

Im Kreisvergleich ist der 33. NFV-Kreise ist Gifhorn übrigens 22.. Schlusslicht ist Celle.  rp/kl

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