Fußball – Kreisliga: Vorhop erwartet Brome

Die Ex-pertise: „Schon Pfund!“

Verbissen: Der FC Brome (l. Michael März) will seinen Aufwärtstrend auch im Auswärtsspiel beim VfL Vorhop fortsetzen. Dieser muss auf Tobias Dreyer verzichten. Foto: Barrenscheen

Vorhop. Der gewisse Hauch von Ex-travaganz ist für Thorsten Thielemann zwar verflogen. „Nicht mehr im zweiten Jahr“, wiegelt der Trainer des VfL Vorhop vor seinem mittlerweile fünften Duell mit seinem Heimatverein FC Brome ab.

Nichtsdestotrotz ist Thielemann nach wie vor ein Intimus des Fußball-Kreisligisten von der Steimker Straße, dem er vor dem Topspiel am kommenden Sonntag (14 Uhr) höchsten Respekt ausspricht.

„Brome ist ein Aufstiegsfavorit für mich. Auf lange Sicht gesehen schätze ich sie stärker ein als Adenbüttel/Rethen“, unterstreicht Vorhops Trainer und macht dies nicht nur an der sagenhaften Quote von 33 Toren in sechs Spielen fest. Der Bromer bekommt selbstredend viel mit in seinem Umfeld. Und sagt: „Das ist schon ein Pfund!“ Allein die personellen Möglichkeiten seien paradiesisch. Während der VfL knapst, könnten beim FCB problemlos sechs Spieler fehlen. „Dann kommen die nächsten Sechs. Von so was träumt man ja“, sieht Thielemann grundverschiedene Voraussetzungen.

Und dennoch liegt seine Gegenwart, sprich Vorhop, nur zwei Zähler hinter seiner Vergangenheit. „Ein Punkt“ dürfte es dann wenigstens schon ganz gerne sein für die Rot-Weißen. „Wir haben vor keinem Angst“, sagt Thielemann.

Viele Spieler aus seiner Ägide seien in Brome nicht mehr übrig. „Geschätzt vier bis fünf.“ Dennoch kenne Thielemann die Nachwuchskräfte „von klein auf“, ergänzte Marc-Oliver Schmidt. Der neue FC-Trainer ist ohne Frage ein guter alter Bekannter. Irgendwann in den 90er-Jahren spielte der Zehner Schmidt unter dem Co-Trainer Thielemann.

Passé. Am Sonntag geht es im Hier und Jetzt um den Anschluss an die Tabellenspitze. Wobei dies primär eher für den Gast aus Brome gilt. Schmidt hängt die aktuelle Tabellensituation noch nicht an die große Glocke. Mit Ausnahme von Tabellenführer Adenbüttel/Rethen am ersten Spieltag („Da wussten wir noch nicht, wer da auf dem Platz steht“) hätte seine Truppe noch gegen „keine großen Hausnummern“ gespielt. Vorhop dürfte den Bromer mehr abverlangen als etwa Grußendorf (10:1), Sprakensehl (8:3) oder Leiferde (5:1).

Spielerisch sei die junge Riege im Kommen, bekräftigte Schmidt. Und dass, obwohl sich Top-Talent Ahmet Shami etwa eine Auszeit erbeten hat. Doch wie Thielemann schon sagte: Dann rücken halt andere hoffnungsvolle Kräfte nach. Mal sehen, ob seine Ex-pertise am Sonntag zutrifft.

Von Ingo Barrenscheen

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