Fußball – 1. Kreisklasse 1: Vodde-Team düst durch 7:1-Sieg noch am SVE vorbei / Grußendorf lässt beim 9:2 nichts anbrennen

Es erwischt Eischott! Tülau-Voitze gerettet

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Sein Dreierpack kurz vor der Pause machte alles klar: Steffen Vodde (r.) feierte mit dem SV Tülau-Voitze den Klassenerhalt...

Das zweite Jahr ist das schwerste: Diese alte Floskel holte am gestrigen Sonntag den SV Eischott ein, während Tülau den SVE sogar überholte.

Denn während die Grün-Weißen wie auch Grußendorf im Abstiegs-Fernduell ihre Hausaufgaben mit Sternchen erledigten, unterlag der SVE beim FC Ohretal und fiel so noch auf den vorletzten Platz zurück und verlor damit die Dreier-Lotterie.

Tatort Tülau

SV Tülau-Voitze – SV Jembke 7:1 (6:0)

Im eigenen Match war ratz, fatz die Spannung raus, deshalb weilten die Tülau-Voitzer sicherlich mit anderthalb Ohren im nur wenige Kilometer entfernten Radenbeck. „Wir haben Meldung bekommen“, merkte SV-Coach Werner Vodde schmunzelnd an. Allerdings wurden die Tülau-Voitzer eine Weile auf die Folter gespannt, da es auf dem anderen Platz bis zur 70. Minute 1:1 stand. Letztlich durften die Grün-Weißen aber ausgelassen feiern. „Im Endspurt hat bei uns alles gepasst. Ein Riesen-Pfund war, dass wir immer 14, 15 Mann an Bord hatten und auch die Trainingsbeteiligung besser geworden ist“, war Vodde erleichtert. Jembke hätte es seinem Team mit dem Tag des offenen Tores in der ersten Halbzeit allerdings auch sehr leicht gemacht. „So einfach habe ich mir das auch nicht vorgestellt“, meinte Vodde nach dem Happy End.

Tatort Radenbeck

FC Ohretal – SV Eischott 3:1 (1:1)

...während der SV Eischott (r.) durch die 1:3-Niederlage beim eigentlich enttäuschenden FC Ohretal den bitteren Gang zurück in die 2. Fußball-Kreisklasse antreten muss.

Die Eischotter hatten es in der eigenen Hand. Zumal der Kontrahent auch noch eine zusätzliche Bürde mit sich herumschleppte: „Die Truppe war am Wochenende auf Mannschaftsfahrt“, verriet Ohretals Coach Matthias Bock im Nachhinein. „Wir haben also zwei Gegner gehabt...“ Und das merkte man dem Spiel der Gastgeber über weite Strecken auch an. „Wir haben nicht stattgefunden und uns einen abgebrochen“, war Bock wenig erbaut über die Leistung. Doch es reichte, um zunächst ein 1:1 zu halten und in der Schlussphase schließlich den Eischotter Abstieg zu besiegeln. Die Rot-Weißen hatten bis zum Sechzehner gut agiert, dort waren sie aber mit ihrem Latein am Ende. Bock: „Ein anderer Gegner hätte uns mehr weh getan.“

Tatort Langwedel

SV Langwedel – TSV Grußendorf 2:9 (1:4)

Der TSV Grußendorf trat in seinem Alles-oder-nichts-Spiel ebenfalls die Flucht nach vorne an und hätte „nicht großartig etwas anbrennen lassen“, erklärte Coach Matthias Berneis. Seinen Jungs sei die Anspannung vor dem Anpfiff deutlich anzumerken gewesen („Jeder wusste, was auf dem Spiel steht“), doch sie verflog schnell durch die 2:0-Führung. „Da ist dann von allen eine Last abgefallen.“ Nur nach dem 1:4-Anschlusstreffer kurz vor der Pause durch Mathis Schulze (41.) hätte das abgeschlagene Schlusslicht aus Langwedel kurz Oberwasser bekommen. Doch mit dem 1:5 durch Philipp Köhler (53.) zerstreuten sich auch die letzten Restzweifel, der Rest war im Grunde Schaulaufen für Grußendorf. „Uns ist ein Stein vom Herzen gefallen“, drückte Berneis die allgemeine Erleichterung in den Reihen des TSV aus. „Jetzt atmen wir erst einmal tief durch und machen Pause.“

Von Ingo Barrenscheen

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