Fußball – Bundesliga: Wölfe sehr effizient in Berlin / Kompaktheit als Schlüssel

„Das Ergebnis ist ein bisschen übertrieben“

Bis hierher und nicht weiter: Der VfL Wolfsburg (M. Maximilian Arnold) wies Hertha mit 3:0 in die Schranken.
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Bis hierher und nicht weiter: Der VfL Wolfsburg (M. Maximilian Arnold) wies Hertha mit 3:0 in die Schranken.

Berlin – Womöglich hätte die Begegnung einen ganz anderen Verlauf genommen, wenn Schiedsrichter Guido Winkmann nach dem schnellsten Videobeweis aller Zeiten (!) der Hertha aus Berlin nicht den zunächst angedachten Elfmeter doch noch verweigert hätte und auf der Gegenseite wenig später keine ausgleichende Gerechtigkeit walten ließ.

Gut für den VfL Wolfsburg, der so letztlich einen unverhofft deutlichen 3:0-Triumph zum Abschluss des zweiten Bundesliga-Spieltags eintütete und makellos dasteht. .

Selbst VfL-Schlussmann Koen Casteels schien der klare Ausgang am NDR-Mikrofon fast etwas unangenehm zu sein. „Das Ergebnis ist ein bisschen übertrieben. So einfach war es nicht, wie es das 3:0 auf dem Scoreboard vermuten lässt.“ Denn die Berliner hatten auch nach dem Wolfsburger Führungstreffer durch Wout Weghorst mächtig auf die Tube gedrückt und klar das Zepter in der Hand. Wenngleich Casteels einschränkte: „Es kam nur ein Schuss aufs Tor, wir haben fast nichts weggegeben.“ Bei besagter Szene rettete er selbst ganz stark gegen Marko Grujic, in dessen Nachschuss warf sich Kapitän Josuha Guilavogui beherzt hinein. Sinnbild für den Kampf und Willen, der das Spiel der Wölfe lange Zeit prägte.

Je länger die Partie gedauert hätte, umso mehr Räume hätten sich den Grün-Weißen dann geboten, meinte Casteels. „Hertha musste ins Risiko gehen. Wir waren sehr effizient.“ Nachdem die Gäste zunächst vielversprechende Ansätze noch unsauber zu Ende gespielt hatten, machte Josip Brekalo mit dem 2:0 den Sack zu. „Ganz klar: Der Treffer von Brekalo war die Entscheidung. Wir haben heute sehr kompakt gestanden – das war ein Schlüssel zum Erfolg“, lobte VfL-Cheftrainer Oliver Glasner.

Trotz Optimal-Ausbeute wollte Casteels aber noch keine großen Ziele ausgeben: „Wir dürfen nicht zu weit nach vorn schauen, müssen jedes Spiel für sich konzentriert angehen.“  ib

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