Handball – Landesliga Damen: Erleichterung nach ersten Saisonsieg über Fallersleben – 30:18

VfL entdeckt 1:1 des Handballs neu

Entschlossen und durchsetzungsstark: Die Handball-Damen des VfL Wittingen (am Ball Denise Schulze) entdeckten im Heimspiel gegen den VfB Fallersleben die Grundtugenden wieder und feierten einen verdienten 30:18-Erfolg. Foto: Barrenscheen

Wittingen. Klick! So einfach geht das. . . Die Handball-Damen des VfL Wittingen haben im dritten Saisonspiel den Mut zur Lücke wiederentdeckt.

Mit einem couragierten Auftritt gegen den VfB Fallersleben und dem daraus resultierenden 30:18 (16:11)-Heimsieg machte der hiesige Landesligist ein Stück weit den kapitalen Saison-Fehlstart vergessen.

„Da ist die Wende – hoffentlich...“, versah Christian Gades den Befreiungsschlag mit einem kleinen Nachsatz. Für den Augenblick aber zeigte sich der VfL-Coach äußerst happy. Kein Wunder: Seine Mannschaft hatte all die in den Vorwochen angeprangerten Punkte weitestgehend ausgemerzt. Besonders die Frau-gegen-Frau-Duelle verzückten Gades. „Bei uns haben elf 1:1-Situationen direkt zum Tor geführt“, zählte er hochzufrieden auf. „Wirklich Lob an alle. Wir hatten von allen Positionen Zug zum Tor, so wie man sich das als Trainer wünscht.“ Zudem entdeckten die Wittingerinnen stellenweise das Tempo-Spiel neu.

Sinnbild für die Leidenschaft: Als die ersten zarten Selbstvertrauen-Knospen nach anfänglicher Führung (6:3) einzugehen drohten (6:7), behalf sich der VfL selbst. „Wir haben den Schalter umlegen können nach den vier einfachen Fehlern. Dabei haben die Tempogegenstöße eine Rolle gespielt“, erklärte Gades. Von 10:9 setzten sich die Gastgeberinnen auf 14:9 ab. Grundstein für das Fünf-Tore-Polster zur Pause.

Und Wittingen ließ keinen Prozentpunkt nach. Gades ortete zu seiner Freude „den Glauben an die eigenen Aktionen. Was bei den Spielen zuvor nicht so zu sehen gewesen war. Da hat die eine oder andere doch ein wenig an sich gezweifelt.“ Dieses Mal stattdessen feierte der VfL den Durchbruch. „Den Durchbruch zum Tor“, konkretisierte Gades.

Letztlich ein nie gefährdeter Sieg gegen einen harmlosen Gegner aus Fallersleben. „Die Erleichterung war definitiv zu erkennen bei allen“, registrierte der Trainer. Speziell die „Art und Weise“ des souveränen Auftritts hätte das Selbstwertgefühl schlagartig gesteigert.

Von Ingo Barrenscheen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare