Jugendfußball: WSC-Versammlung stimmt gegen Antrag einer Teil-Auflösung

Enges Votum: JSG Blau-Weiß 29 bleibt

Die Jugendspielgemeinschaft Blau-Weiß 29, vor sechs Jahren gegründet, macht keinen Abflug, sondern bleibt in bewährter Form bestehen.
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Die Jugendspielgemeinschaft Blau-Weiß 29, vor sechs Jahren gegründet, macht keinen Abflug, sondern bleibt in bewährter Form bestehen.

Wesendorf – Das war haarscharf! Eine einzige Stimme mehr hat am Sonntag den Ausschlag dazu gegeben, dass der Antrag auf eine Teil-Aufkündigung der Jugendspielgemeinschaft Blau-Weiß 29 seitens der Fußballsparte vom Wesendorfer SC abgelehnt worden ist.

Das Jugendfußball-Dreigestirn mit dem SV Groß Oesingen und VfL Germania Ummern bleibt also bestehen.

Und das sei auch gut so, war WSC-Jugendleiter Jens Bomball zurückhaltend erleichtert. Die gedämpfte Freude mag am engen Abstimmungs-Ergebnis gelegen haben. Sein Stellvertreter Andre Rudolph hatte beantragt, die Teams von der G- bis zur D-Jugend aus der JSG auszugliedern und wieder beim WSC anzusiedeln.

Diese Mannschaften bestünden, begründete Rudolph, fast ausschließlich aus Wesendorfer Spielern und die administrativen Arbeiten würden überwiegend vom WSC bewältigt werden. Ein weiteres Argument seinerseits: Die Rückkehr zum Solo-Dasein in diesen Altersklassen müssten eine Kostenersparnis mit sich bringen. Außerdem ließe, so Rudolph weiter, die Kooperation mit den beiden anderen beteiligten Vereinen in manchen Bereichen sehr zu wünschen übrig.

Grundlage für eine ausführliche Diskussion am Sonntagvormittag bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung im Wesendorfer Heidelandstadion. Der WSC-Vorsitzende Stefan Müller etwa oder Bomball selbst brachten ihre Skepsis zum Ende der Kooperation zum Ausdruck. Ihr Konter: Im Gegenzug könnten sich der SV Groß Oesingen und VfL Ummern komplett aus der Jugendspielgemeinschaft zurückziehen, die Mannschaften ab der C-Jugend aufwärts kaum mit eigenen Spielern besetzt werden. Die Kehrseite der Medaille. Eine weitere kritische Wortmeldung führte an, dass es nahezu unmöglich wäre, qualifizierte Trainer für alle Jugendriegen zu stellen.

Nachdem die Pro und Contras abgewogen waren, ging es an die alles entscheidende Abstimmung: Sechs anwesende Mitglieder votierten für einen autarken Teil-Bereich, sieben stimmten dagegen – bei 14 Enthaltungen. Sprich: Hätte nur ein Befürworter des bisherigen Modells eine andere Meinung vertreten, wäre die JSG Blau-Weiß 29 womöglich Geschichte gewesen. „So ist halt die Demokratie“, kommentierte Bomball den abgelehnten Antrag.

Der Ausgang zeige aber auch ganz deutlich auf, dass es zwei Strömungen innerhalb des Vereins gibt und nun weiterhin viel Überzeugungs-Arbeit „und Veränderungen“ vonnöten sein werden, um alle wieder ins Boot zu kriegen. „Wir müssen, vielleicht in Einzelgesprächen, gucken, wo die Probleme liegen.“ Natürlich auch mit den zwei Partner-Vereinen. Zumindest kann Bomball nun mit den Planungen für die neue Saison beginnen.

VON MANFRED GADES UND INGO BARRENSCHEEN

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