Fußball – IK-Nachspielzeit: Nils Mohr springt in Knesebeck wieder für die Stürmer ein / Feier-Marathon beim VfL Vorhop

Elfer-Killer Schulze und Arbeitstier Michel

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Gleich wieder mittendrin statt nur dabei: Artur Michel (M.) feierte sein Saisondebüt für den VfL Wahrenholz.

Hochzeits-Hochkonjunktur rund um das Heimspiel des VfL Vorhop, ein Fleißkärtchen für Comebacker Artur Michel in Wahrenholz und ein knackiges Derby zwischen HaMa und Knesebeck II: die Themen der IK-Nachspielzeit.

• In einer Liga mit Koen Casteels und Ralf Fährmann... Tim Schulze hat einmal wieder seinem Ruf als Elfmeter-Killer alle Ehre gemacht. Beim 5:1-Erfolg am Sonntag im Kreisliga-Heimspiel bewahrte er seinen FC Brome gegen den TSV Hillerse II mit seinem tollen Gespür vor dem 2:2-Ausgleich. „Man muss echt sagen: Elfmeter halten kann er, das hat Tim schon in der Vorbereitung gezeigt“, zog FCB-Teammanager Hendrik Joswig den Hut. Er hätte bereits ein gutes Gefühl gehabt, als der Hillerser Schütze anlief. Und der Strafstoß sei nicht einmal von schlechten Eltern gewesen, platziert ins linke Eck. „Da musst du erst einmal hinkommen“, unterstrich Joswig.

• Eine neue Angriffs-Allzweckwaffe? Weil die etatmäßigen Stürmer von Rang und Namen beim VfL Knesebeck im Heimspiel gegen die SV Meinersen schwächelten, musste der eigentliche Innenverteidiger Nils Mohr in die Bresche springen und den überfälligen 2:2-Ausgleich markieren. Wohl gemerkt mit dem Fuß, wobei Trainer Detlef Weber ihn eigentlich aus einer anderen Intention nach vorne beordert hatte. „Wir hatten bis dato nicht ein Kopfballduell gewonnen, Meinersens Innenverteidiger waren da richtig stark.“ Der Schachzug ging dennoch auf. „Wenn sich unsere Angreifer vorne nicht durchsetzen können, muss man sich etwas einfallen lassen“, begründete Weber. Mohr hatte ja bereits beim 2:0-Auftaktsieg gegen den FC Schwülper zugeschlagen. Weber: „In der Vorsaison hat Nils erst im letzten Spiel getroffen, jetzt in beiden Spielen. Umso schöner.“

• Der Bier-König steht ab sofort in Vorhop... Das kleine gallische Dorf avancierte am Wochenende zur absoluten Party-Hochburg. Zunächst heiratete am Freitag VfL-Betreuer Patrick Urbanitsch, am Samstag zog dann Geschäftsführer Oliver Düvel nach. Obendrein wirkten einige Spieler organisatorisch bei der Rader Sommernachtsparty mit und Pierre Peesel fiel erst morgens um 6.30 Uhr nach einem Junggesellenabschied ins Bett. „Litermäßig dürften wir an diesem Wochenende in Vorhop ganz weit vorne liegen“, unkte der VfL-Vorsitzende Nicky Urbanitsch nach dem Feier-Marathon. Er selbst hatte bei seinem Bruder Patrick als Trauzeige fungiert, war aber natürlich auch tags darauf bei seinem Vorstandskollegen eingeladen. Fast hätten die Vorhoper ihren Erfolgsdurst dann auch auf dem Platz gestillt, fingen sich aber in der Nachspielzeit noch den 2:2-Ausgleich gegen den SV BW Rühen. Passend zum Tages-Tenor gab es auch beim Aufsteiger am Sonntag eine frohe Botschaft. Stephan Ludwig hatte sich im Urlaub verlobt und verkündete dies vor dem Spiel seinen Teamkollegen. Mit Freundin Anna „klingeln dann im nächsten Jahr die Hochzeitsglocken“, meinte BW-Kapitän Fynn Jennerich. Eigentlich wollten die Rühener ihm drei Punkte schenken – immerhin wurde es noch einer.

• Erst die Arbeit, dann das Vergnügen: Artur Michel war beim Überraschungs-Unentschieden des VfL Wahrenholz gegen Lupo Martini Wolfsburg II die personifizierte Aufopferungsbereitschaft. Genau wie Lars Koch hatte er nach einer langen Verletzungspause erst wieder dreimal mit der Mannschaft trainiert und musste vormittags sogar noch arbeiten. Dennoch spülte die Personalnot den Comebacker direkt in die Startformation des Taterbusch-Teams. „Klar ist bei diesen Spielern irgendwann die Luft weg“, meinte Trainer Thorsten Thielemann. Doch er ließ Michel geschlagene 82 Minuten zappeln, ehe er ihn erlöste. „Er war sauer auf mich, weil ich ihn nicht schon eher runtergenommen habe. Er meinte, er könne nicht mehr“, grinste Thielemann.

• Viele Gesprächsstoff gab es vor der Partie zwischen den beiden Rivalen SV Hagen-Mahnburg und VfL Knesebeck II (1:1). Und das riss auch nach der Begegnung nicht ab. Es war das erwartet ruppige Spiel, wobei VfL-Coach Bernd Boese berichtete, dass in Halbzeit eins noch alles in geordneten Bahnen abgelaufen sei. Das aber änderte sich schlagartig nach dem Wechsel. „In der zweiten Halbzeit ging es dann hoch her, und zwar nicht nur auf dem Platz. Auch von der Seitenlinie wurden viele unschöne Wörter reingerufen. Es war eben das erwartet giftige Derby.“ Viele kleine Nickligkeiten und Fouls bestimmten die Partie. Am Ende trennten sich die beiden Mannschaften mit einem Remis und Boese hatte zwei Ausfälle zu beklagen. Aboubakar Diane musste mit einer Schulterprellung ausgewechselt werden und auch Kevin Buchwald musste raus. Boese. „Er hatte einen Ellenbogen abbekommen.“ Ein Derby, das auch in Zukunft viel Gesprächsstoff liefern wird...

Von Ingo Barrenscheen und Jannis Klimburg

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