Fußball – Kreisliga: König-Elf ist seit fünf Spielen gegen den Lokalrivalen VfL Ummern ohne Sieg / Germanen geschröpft

„Das einzig wahre Derby!“ Oesingen brennt auf Kurs-Korrektur

+
Genau das wollen wir wieder korrigieren und gegensteuern mit einer hochkonzentrierten Leistung!

Groß Oesingen – Selbstverständlich gibt es da ja auch noch den Wesendorfer SC in direkter Nachbarschaft. Doch „das einzig wahre Derby“ existiere nur zwischen seinem SV Groß Oesingen und dem VfL Germania Ummern, pointiert Torben König.

Eine Einschätzung, die sein Trainerkollege Jörg Drangmeister vor dem prickelnden Prestige-Duell am Sonntag in der Fußball-Kreisliga (14. 30 Uhr) voll und ganz teilt.

Der Derby-Charakter sei schlichtweg noch etwas ausgeprägter, weil historisch gewachsen, unterstreicht Ummerns Übungsleiter. „Irgendwo bestehen da längere Beziehungen, zu Wesendorf hatten wir früher weniger Bezug.“ Kurzum: Für beide Lager ist es in der Hinrunde das Spiel der Spiele!

Logisch, dass das Fußball-Feuer schon lodert. Besonders die Oesinger sind angestachelt durch die jüngste Bilanz gegen den Lokalrivalen. Seit fünf Spielen wartet der SVGO auf ein Erfolgserlebnis, verlor in der Vorsaison sogar beide Kracher (König: „Das war für die Seele nicht so schön“) und handelte sich auch in der Vorbereitung ein 0:3 beim Schmidt Trockenbau-Cup ein. Wohl gemerkt in einer Stunde Spielzeit. „Das war schon happig“, seufzt Oesingens Coach rückblickend. Die Kräfteverhältnisse scheinen sich, zumal Ummern die Liga anführt, verschoben zu haben. „Genau das wollen wir wieder korrigieren und gegensteuern mit einer hochkonzentrierten Leistung!“, verlangt König daher.

Und trifft damit genau die Erwartungen seines Gegenübers. „Die Oesinger werden richtig brennen – das ist ja auch logisch“, unterstreicht Drangmeister angesichts der sechs Derby-Punkte (die ja fast doppelt zählen...) aus der Vorsaison. Selbstverständlich wollen sich die Germanen mit allen möglichen zur Verfügung stehenden Mitteln zur Wehr setzen. Doch genau diese Mittel sind weiterhin ausgedünnt. Noch mehr als beim jüngsten 1:1 gegen Knesebeck, da Nils Wagener der nächste Lazarett-Zugang ist und Andre Sterz privat verhindert ist. Hoffnungen bestehen noch auf eine Rückkehr von Maximilian Kutz.

Es wird also wieder eine enorme Herausforderung für die Germanen, weiter ungeschlagen zu bleiben in dieser Spielzeit. Zumal Oesingen aus den genannten Gründen „richtig Bock“ verspürt, wie König noch einmal betont. Überpacen werde seine Mannschaft aber deshalb nicht. Er selbst weilt bis Sonntag im Urlaub, „genießt die Ruhe vor dem Sturm“. Ummern hingegen freut sich auf die Ruhe nach dem Sturm, hat im Anschluss fast drei Wochen Erholungspause...

VON INGO BARRENSCHEEN

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare