Braunschweigs Profis siegen 10:1 / Auch Regionalauswahl setzt Vorgaben gut um / TuS Ehra Lessien sorgt für perfekten Rahmen

Eintracht in Ehra: Erwartung eindeutig erfüllt

Da ist es passiert! Braunschweigs Angreifer Orhan Ademi triffft gegen Lennart Gutsche zum 1:0. Der Wahrenholzer Christopher Hartmann kann den Führungstreffer der Profis auch nicht mehr verhindern. Fotos: Barrenscheen

Ehra. Gute Ratschläge hat Torsten Lieberknecht, Trainer von Fußball-Zweitligist Eintracht Braunschweig, momentan sicher nicht nötig. Immerhin sind die Löwen ungeschlagener Tabellenführer.

Beim Jubiläumsspiel zum 100-jährigen Bestehen des TuS Ehra-Lessien hätte ein Tipp seinen Kickern gegen eine Regionalauswahl (10:1) vor 924 Zuschauern aber eine winzige Schmach erspart.

23 Minuten sind gespielt. Die Braunschweiger Profis führen 1:0. Auswahl-Trainer Volker Streilein wechselt zum ersten Mal. „Sag mal einer dem Lieberknecht, dass jetzt der Denny Iwan kommt“, wird rund um die Ersatzbank geflachst.

Zu spät! Der Torjäger des VfL Wahrenholz ist kaum 60 Sekunden auf dem Rasen, da drischt der Blondschopf das Leder in das Eintracht-Tor – 1:1. „Iwan war ja schnell im Spiel. Das Tor haben sie gut herausgespielt. Toll getroffen“, muss auch Lieberknecht anerkennen.

Es bleibt offensiv einer der seltenen Lichtblicke! Bis auf wenige Ausnahmen haben die Zweitliga-Profis alles unter Kontrolle. Immerhin hat die Riege von Wahrenholz-Coach Streilein mit dem Ausgleich früh ein Ziel erreicht. „Wir wollten ein Tor schießen und nicht zweistellig verlieren“, hatte der Boss erklärt.

Die andere Vorgabe konnte die zusammengewürfelte Truppe aus dem Raum Gifhorn/Wolfsburg nicht einhalten. Nach dem Ausgleich erhöhten die Profis spürbar das Tempo. Orhan Ademi (3), Randy Edwini-Bonsu, Gianluca Korte, Neuzugang Chengdong Chang (alle 2) und Steffen Bohl schossen letztlich ein Tor zuviel.

Für Streilein gar kein Problem. „Das hat doch Spaß gemacht. Für die Jungs war es ein Highlight, sie haben das alles gut gelöst. Es ist super positiv für uns gelaufen. Man hat aber auch gesehen, wieviel Luft noch nach oben ist. Dabei trainieren wir schon wie die Ochsen“, bilanzierte Streilein.

Noch positiver fiel das Fazit von Ausrichter Sebastian Patta aus. „Die Partie war ein sportlicher Leckerbissen. Ich bin rundum zufrieden. Wir haben den Zuschauern alles geboten“, freute sich der TuS-Vorsitzende.

Und auch Lieberknecht sparte nach dem Schlusspfiff nicht mit Lob. „Der Rahmen war perfekt“, meinte der Ex-Profi. Einzig der Gegentreffer durch Schreck Iwan dürfte den erfolgsverwöhnten Trainer etwas gestört haben.

Von Matthias Jansen

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