Fußball – Kreisliga: Knesebecks Rumpfteam kanzelt auch Oesingen mit 4:0 ab

Einhörner machen Weber fast sprachlos

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Der Moment, als das Schicksal seinen Lauf nimmt: Groß Oesingens Niklas Dierks (r.) rutscht weg, Nutznießer Francesco Natale erzielt im Anschluss das 1:0. Am Ende überrollte Knesebeck den Gegner mit 4:0.

Knesebeck – Detlef Weber ist ja höchstselten um Worte verlegen. Doch am gestrigen Sonntag nach dem nächsten Husarenstreich seines VfL Knesebeck – dieses Mal wieder im Alltagsgeschäft Fußball-Kreisliga – war der Coach fast sprachlos.

Einmal mehr übermannt von der „Energie-Leistung“, die sein Rumpfteam im Topspiel an den Tag legte und damit den SV Groß Oesingen mit einer 4:0 (0:0)-Packung auf die Heimreise schickte.

„Heftig, heftig“, schüttelte Weber kurz nach Spielende auf dem Ernst-Hiestermann-Platz ungläubig mit dem Kopf. Wohlwissend um den Background. Bei den Einhörnern jagt eine englische Woche die nächste. Hinzu kommen Ausfälle von Stammkräften. Gestern etwa fehlte Abwehrchef Nils Mohr, zudem musste Torjäger Daniel Meinecke nach der ersten Halbzeit zur Arbeit. Na und!? Knesebeck fing diese Handicaps im Kollektiv auf.

Wobei die Zuschauer zunächst mit einer Nullnummer zur Pause vorlieb nehmen mussten. Wobei es durchaus kribbelige Szenen gab. Groß Oesingen hätten die ersten 25 Minuten gehört, gab Weber unumwunden zu. Hätte Maik Szillat nicht einen Freistoß mit einer Flug-Show noch aus dem Winkel gekratzt, der VfL hätte – nicht unverdient – hinten gelegen. Doch zunehmend fuchsten sich die Platzherren rein und trafen ihrerseits zweimal die Latte durch Kopfbälle von Felix Weitemeier und Malte Gercke. Aber auch die König-Kicker hatten noch eine Riesenchance auf dem Fuß, so dass die Patt-Situation zunächst in Ordnung ging.

„Wir haben dann das Heft mehr in die Hand genommen“, registrierte Weber nach Wiederbeginn. Ein Ausrutscher von Niklas Dierks ebnete Francesco Natale den Weg zur Knesebecker Führung (62.). „Und dann kommt die zweite Luft“, meinte der VfL-Coach. Die entstehenden Räume in der Schlussphase bespielten die Einhörner dann gnadenlos gut und machten es noch deutlicher als im Pokal-Endspiel gut zwei Monate zuvor (3:0).

Wie gesagt: Weber war einfach nur baff. „Wir hatten elf Leute aus dem Kader der ersten Herren, und damit erzielen wir solch ein Ergebnis! Wir liefern schon seit Wochen ab. Der Wahnsinn.“

VON INGO BARRENSCHEEN

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