Fußball-Kreisliga: VfL Ummerns Maximilian Kutz bleibt trotz des zweiten Rangs auf dem Boden

„Eine schöne Momentaufnahme“

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So viel Abstand zu Platz eins ist es doch gar nicht... Auch dank Stabilisator Maximilian Kutz steht der VfL Germania Ummern nur aufgrund des schlechteren Torverhältnisses hinter Rühen auf Platz zwei in der Kreisliga.
  • Rouven Peter
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Ummern. Es ist wahrlich keine Selbstverständlichkeit, mehrmals in der Woche für den Fußball von Braunschweig nach Ummern und zurück zu tuckern. Doch Maximilian Kutz, Innenverteidiger des Kreisligisten VfL Germania Ummern, macht das.

Denn er ist Germane durch und durch, wie er im IK-Liga-Talk vor dem Auswärtsspiel am heutigen Freitag (19 Uhr) beim MTV Gifhorn II verrät.

Mit fünf Jahren schnürte er erstmals seine Stiefel für den VfL. Hier durchlief er die komplette Jugend und spielt seit vier Jahren für die Herrenmannschaft des Vereins. Undenkbar, dass Kutz einen anderen Weg im Fußball einschlagen würde. So spielt der Industriekaufmann, der zurzeit in Braunschweig lebhaft ist, nicht mit den Gedanken, den Verein zu wechseln: „Das kann ich mir momentan nicht vorstellen!“

Seit vier Spielen sind seine Dienste im Abwehrzentrum wieder gefragt, zuvor war er aufgrund eines Syndesmosebandanrisses verletzt. Nach der Rückkehr musste der Tabellenzweite nur zwei Gegentore schlucken. Liegt das an Kutz? „Wir spielen dank des neuen Trainers anders, das liegt uns besser“, betont er. Beim Coach Jörg Drangmeister, seit rund sechs Wochen im Amt, spielt er sportlich eine wichtige Rolle. Drangmeister: „Wir sind sicherer geworden mit ihm!“ Bei Vorgänger Thorsten Hahn war er weniger gefragt. „Das war sein gutes Recht, ich bin menschlich aber mit ihm klargekommen“, bekräftigt der 21-Jährige, der in der Kabine eher den ruhigeren Part übernimmt. Im Team sind jedenfalls alle bestens verstrickt, verstehen sich blendend. Vor allem mit Sebastian Kuhls und Jannes Drangmeister habe Kutz auch privat mehr zu tun. „Wir haben junge und ältere Spieler, der Mix macht’s“, begründet er den Zusammenhalt des Teams.

Dieses stellt er, auch bei persönlichen Zielen, glasklar in den Vordergrund. Nur eines wurmt den Defensivmann: „Ich bin jetzt vier Jahre in diesem Team und habe noch kein einziges Tor erzielt“, so Kutz und fügt schmunzelnd hinzu: „Nur ins eigene Tor...“ Mit Ummern wolle er sich in den kommenden Jahren in der Kreisliga etablieren. Ein Aufstieg sei kein Thema, trotz der Punktgleichheit mit dem Tabellenführer SV BW Rühen: „Es ist eine schöne Momentaufnahme und wir sind froh, da oben zu stehen!“ Beschweren würde er sich über den ersten Platz dennoch nicht, es ist „aber nicht unser primäres Ziel“.

Wobei es schon heute Abend soweit sein könnte. Für Kutz und sein Team geht’s zum Schlusslicht MTV Gifhorn II. Ein Flutlichtspiel, also eines mit besonderem Flair. Kutz: „Es ist ein Spiel wie jedes andere auch.“ Für den Innenverteidiger ist Gifhorn „eine Wundertüte“, bei der man nicht wisse, ob sie mit Spielern der Erstvertretung gespickt sind. Kutz: „Wir müssen geduldig sein. Doch wenn wir so konzentriert spielen, wie zuletzt, dann kann es auch gegen Gifhorn mit einem Sieg klappen.“ Und dann wären seine Germanen zumindest bis Sonntag an der Spitze...

Von Rouven Peter

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