22. Volksbank-Hallenmaster-Cup, Gruppe A: Brome, Knesebeck und HSV weiter

Eine Sache von Sekunden

Während der SV Hankensbüttel (M. André Jacob) weiter ist, schied der SV Langwedel chancenlos aus. Fotos: IB
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Während der SV Hankensbüttel (M. André Jacob) weiter ist, schied der SV Langwedel chancenlos aus. Fotos: IB

Wittingen – Im Leben entscheiden manchmal Sekunden-Bruchteile. Das Opening des 22. Volksbank-Hallenmaster-Cups am gestrigen Freitagabend in Wittingen bildete dafür das beste Beispiel.

Augenblicke entschieden in der Hammer-Auftaktgruppe A über das bittere Aus für den FSV Vorhop-Schönewörde – und den zweiten Platz des VfL Knesebeck. Vor dem SV Hankensbüttel und hinter Souverän FC Brome.

Haareraufen beim FSV Vorhop-Schönewörde.

Fünf Spiele, 15 Punkte: Der favorisierte Bezirksligist kam mit der Maximalausbeute weiter. Und dennoch sah Trainer Mark-Oliver Schmidt seine Riege noch nicht am (Leistungs-)Limit. „Soweit war es ganz okay, aber ich will noch schöneren Fußball sehen.“ Am morgigen Sonntag in der Endrunde in Beetzendorf. Der Respekt vor der stark besetzten Staffel sei da gewesen. Schmidt: „Es fühlte sich schon so an, als sei es mit die stärkste Gruppe.“

Süß schmeckte den Burgherren, als Weihnachts-Nachtisch, vor allem der 1:0-Erfolg über Knesebeck. Die Neuauflage des Vorjahresfinals, das der FCB verloren hatte. Michael März wurschtelte in dem von Taktik geprägten Duell den Ball im Liegen zum goldenen 1:0 über die Linie und brachte den Titelverteidiger damit in Bredouille.

Aber nur für 7:57 Minuten Spielzeit, denn dann fing sich Vorhop-Schönewörde in seinem letzten Spiel gegen den FC Jübar/Bornsen auf selten überflüssige Art Sekunden vor Ablauf der Uhr den Ausgleich. Und war damit faktisch ausgeschieden. Sehr zur sichtbaren Freude von den kurzzeitig verbrüderten Knesebeckern und dem HSV hinter dem FSV-Tor. Denn so blieben diesen beiden Teams ein Zitter-Finale erspart.

Übermächtig: Der Bezirksligist FC Brome (r. Michael März) war am Ende in der Gruppe A mit der Maximal-Ausbeute obenauf, Titelverteidiger Knesebeck wurde Zweiter.

Aus Vorhop-Schönewörder Sicht ein klassischer Fall von selbst Schuld! „Das würde ich genauso unterschreiben“, nickte Coach Arne Hoffart zustimmend und griff die Stolperfalle auf: „Wir sind fahrlässig mit unseren Chancen umgegangen. Und dann haben wir es letztendlich auch nicht verdient.“ Denn schon im rassigen Vergleich mit Kreisklassen-Rivale Hankensbüttel war der FSV dem Lucky Punch näher gewesen. Und auch beim 1:1-Achtungsremis gegen den Einhorn-Erzrivalen Knesebeck hatte Alexander Au – in Unterzahl! – die Großchance zum Siegtreffer. Verpasste Hochkaräter, denen die Hoffart-Jünger später nachtrauern sollten! „Ärgerlich, wir wären gerne in Beetzendorf dabei gewesen“, haderte Hoffart.

Nutznießer war der HSV, dem selbst die 1:2-Niederlage mit der Schlusssirene durch einen Freistoß von Knesebecks Malte Gercke nicht mehr schadete. Hankensbüttels Coach Dieter Krzykowski hatte die Aufstellung komplett dem jungen Team selbst überlassen. „Von daher haben sie es gut gemacht.“ Nur ab und an seien die Youngster noch etwas „fickerig“ geworden in einigen Szenen.

Als „gut für die Moral“ bewertete Knesebecks Hallen-Dirigent André Haven den haarscharf erreichten zweiten Platz. Aber der Vorjahressieger, der sich Ende 2018 tatsächlich erst im letzten Spiel durchgemogelt hatte, hätte mit Blick auf Sonntag noch „Steigerungsbedarf“ in der neu zusammengewürfelten Truppe. Wermutstropfen war die Knöchel-Verletzung von Felix Weitemeier in der Partie gegen Brome. „Wieder einer weniger“, seufzte Haven vor dem Beetzendorf-Comeback. „Und die Spieler stehen nicht Schlange.“

VON INGO BARRENSCHEEN UND ROUVEN PETER

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