Hallenfußball – FSV Nord veranstaltet Jubiläums-Turnier am 1./2. Februar

Eine Hommage an den Nord-Cup

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Der Geist des guten alten Nord-Cups lebt noch einmal auf: Am 1./2. Februar richten Hans-Dieter Smilowski (l.) und Co. ein Jubiläumsturnier in Wittingen aus. 

Wittingen – Um der Verwechslungsgefahr direkt vorzubeugen: Nein, es ist nicht das Comeback des Nord-Cups. Dieser sei in seiner klassischen Form „nicht mehr möglich“, unterstreicht Hans-Dieter Smilowski.

Allerdings: Das Hallenfußball-Turnier zum 25. Vereinsjubiläum des FSV Nord Hankensbüttel am Freitag und Samstag, 1. /2. Februar, in Wittingen bildet noch einmal eine Hommage an den früheren Budenzauber-Vorreiter, der 2016 nach seiner 30. Auflage schweren Herzens von den Veranstaltern eingestellt werden musste. Und dessen Geist nun nach drei Jahren Dornröschenschlaf noch einmal auflebt. „Wir schließen die Geschichte mit dem Turnier ab. Es ist ein Dankeschön an die Vereine, die über die vielen Jahre beim Nord-Cup dabei waren“, erklärt der FSV-Vorsitzende Smilowski.

Sein Verein, 1994 offiziell aus der Schiedsrichter-Staffel Nord heraus gegründet (wobei der Ursprung schon länger zurückliegt), blickt in diesem Jahr auf ein bewegtes Vierteljahrhundert zurück und nimmt dieses besondere Datum zum Anlass, dem berühmtesten Kind des FSV Nord Hankensbüttel zu huldigen. 1987 war Smilowski und Co. mit der Übernahme des Nord-Cups der große Wurf gelungen. Es entstand ein Kult-Objekt, zu dem Fußballer wie Zuschauer gleichermaßen euphorisiert Jahr für Jahr pilgerten.

Und selbstverständlich hoffen die Macher, dass von diesem einstigen Hype noch etwas übrig geblieben ist, wenn am 1. und 2. Februar die 20 Mannschaften zusammenkommen, um die guten alten Zeiten aufleben zu lassen. Sie alle seien Teil der Nord-Cup-Historie gewesen, sagt Smilowski. „Vorrangig ist, ein schönes Turnier zu haben, an dem alle Spaß finden.“

Und doch wird alles anders sein. Erstens der Austragungsort. Von den Hankensbütteler Wurzeln musste sich der FSV Nord entfernen, weil er praktisch aus der Halle herauskomplimentiert wurde... Smilowski will die Sache nicht mehr neu aufwühlen, sagt kurz und bündig: „Unser komplettes Equipment dort ist entfernt worden.“ Dank des Vereinsmitglieds Lothar Brause gab es aber den kurzen Draht nach Wittingen. Die Brauereistadt wird also, nach dem Volksbank- und dem Wittinger Cup, zum dritten Mal Schauplatz eines Hallenfußball-Großprojekts.

Zweitens der Termin. Der angestammte Platz Anfang Januar ist mittlerweile besetzt, also müssen Smilowski und Co. auch kalendarisch ausweichen. Die Winter-Ferien boten sich praktischerweise als Schlupfloch an, da dort der Handball-Spielbetrieb ruht. Andererseits kollidiert der Wettbewerb nun mit Hankau Helau und der bereits begonnenen Rückrunden-Vorbereitung einiger Teams. So gab es auf dem Weg zum Quasi-Revival „einige Stolperfallen, die das Ganze hinausgezögert haben“, betont der Turnierchef. „Dass wir drei Wochen vorher noch mit den Teams rumhantieren, gab es früher nicht. Da war alles schon Monate im Voraus in trockenen Tüchern.“ Auf zwei endgültige Zusagen wartet Smilowski auch noch, daher wird der Spielplan auch erst in dieser Woche festgezurrt.

Fakt ist: Aus der Freitagsgruppe werden zwei Mannschaften aus den unteren Kreisklassen in das Samstags-Turnier aufsteigen. Dort warten dann renommierte Größen wie der TuS Platendorf, VfL Wahrenholz, VfL Wittingen oder SV Hankensbüttel.

Übrigens: Das Jubiläums-Turnier ist nicht zwingend ein Versprechen an die Zukunft. Was 2020 sei, werde die Zeit mit sich bringen, hält sich Smilowski alle Optionen offen. Denn auch dann stellt sich wieder die Frage nach dem Wann, Wie und Wo. „Es kann sein, dass man das Teilnehmer-Feld aufbricht. Etwas mit der älteren Jugend macht. Oder für Frauen. 2020 ist alles möglich.“ Nur abgedroschen soll das künftige Konzept nicht sein. Wie gesagt: Der Nord-Cup ist tot. Es lebe der ...

Von Ingo Barrenscheen

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