Fußball – Bezirksliga: Wahrenholz versiebt beim 3:3 in Calberlah zig Chancen

„Eine gefühlte Niederlage“

Bedröppelte Mienen beim VfL Wahrenholz: Daniel Schmidt, Christopher Hartmann und Lars Koch (v.l.) sind mit dem Remis nicht d’accord.
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Bedröppelte Mienen beim VfL Wahrenholz: Daniel Schmidt, Christopher Hartmann und Lars Koch (v.l.) sind mit dem Remis nicht d’accord. 

Calberlah – Also eines ist gewiss: Langweilig wird den treuen Wegbegleitern des VfL Wahrenholz bei ihren Auswärtsfahrten nicht. Thorsten Thielemann allerdings hätte sich etwas weniger Nervenkitzel am gestrigen Sonntag gewünscht. Und mehr Kaltschnäuzigkeit seiner Kicker.

Unweigerlich fühlte sich der Trainer des Fußball-Bezirksligisten nach dem 3:3 (1:0) beim SV GW Calberlah an das noch wildere 4:4 wenige Wochen zuvor in Vorsfelde zurückversetzt. „Da waren gewisse Parallelen. “ Damals wie heute „ganz klar eine gefühlte Niederlage“, rekapitulierte Thielemann.

Denn was hatte das Taterbusch-Team da gestern beim Ex-Landesligisten bitte schön für glasklare Chancen liegen lassen! Und zwar in allen Lebenslagen der Partie. Ein 7:3 für Wahrenholz wäre in den Augen Thielemanns ein gerechtfertigtes Ergebnis gewesen. Spätestens mit dem 0:1 durch Lars Koch kurz vor der Pause (42.), schön von Niklas Germer freigespielt, entwickelte sich die Begegnung zur Einbahnstraße. „Wir waren in allen Belangen klar überlegen“, meinte Thielemann.

Als logische Konsequenz legte Wahrenholz den zweiten Treffer nach (57.). „Aber wir vergessen nachzulegen“, legte der VfL-Coach den Finger in die Wunde nach sträflich vergeudeten Kontern. Und genau das rächte sich blitzartig. Praktisch aus dem Nichts glich Calberlah zum 2:2 aus. „Da stehst du da und denkst: Das kann nicht wahr sein“, raufte sich Thielemann samt seiner Auswechselbank fassungslos die Haare.

Selbst die abermalige Führung durch Germer nur wenig später langte letztlich nicht zum eigentlich hochverdienten Dreifach-Punktgewinn. Weil sich die Schwarz-Gelben in der 90. Minute ein überflüssiges Foul 18 Meter vor dem Tor leisteten und der abgefälschte Freistoß vor die Füße von Justus Linke sprang, der mit dem 3:3 erneut für blankes Entsetzen sorgte. In der Nachspielzeit klatschte dann ein Calberlaher Schuss sogar noch an die Latte. „Stell mal vor, du stehst am Ende ganz mit leeren Händen da“, fühlte sich Thielemann fast wie im falschen Film.

Dass die Wahrenholzer Ungeschlagen-Serie nun um das 13. Kapitel reicher ist , geriet dabei fast in Vergessenheit. „Die Jungs sind am Boden zerstört“, gab Thielemann Einblick in die Gemütslage. Nur allzu verständlich...

VON INGO BARRENSCHEEN

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