Hallenfußball – Jubiläumsturnier 2019: SVGO siegt dank Dreiers Doppelpack

„Eine absolute Willensleistung!“

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Zum Schreien! Der Wahrenholzer Aushilfs-Keeper Niklas Germer lässt seinen Frust raus, nachdem Oesingens Matchwinner Heiko Dreier im Finale zum 1:1 getroffen hat.

Wittingen – Heiko Dreier ist wahrlich nicht dafür bekannt, dass er vor dem gegnerischen Kasten mit Kaltschnäuzigkeit glänzt. Seine Wohlfühloase liegt eher im Mittelfeld, wo er als Staubsauger und Laufwunder aktiv wird.

Doch in der Halle sind die Wege bekanntlich nicht kürzer als auf dem Rasen, sodass der Akteur des SV Groß Oesingen im Finale des Jubiläumsturniers vom FSV Nord Hankensbüttel als Torjäger glänzen konnte und sein Team mit einem Doppelpack zum 2:1-Erfolg gegen den VfL Wahrenholz katapultierte.

Dabei brachte ein gebürtiger Groß Oesinger den VfL Wahrenholz zunächst in Front. Jan-Patrick Schön verwertete einen Abpraller direkt in die Maschen. Doch schnell hatte der SVGO die passende Antwort parat. Dreier tauchte plötzlich vorne auf und musste nur noch den Fuß hinhalten. Ähnlich wie beim goldenen Treffer. 30 Sekunden vor dem Abpfiff sprang der Ball zunächst an die Bande und dann stand Dreier einmal mehr goldrichtig. Kurz darauf brach dann großer Jubel aus beim Turniersieger SV Groß Oesingen. „Ich bin mächtig stolz auf die Jungs“, betonte Trainer Torben König. „Wir haben uns jetzt endlich mal für eine grandiose Leistung belohnt. Das war eine absolute Willensleistung!“

Bis zum Endspiel war auch Thorsten Thielemann, Trainer des VfL Wahrenholz, von der Leistung seiner Jungs in der Halle angetan. Doch dann verlor das Team vom Taterbusch nicht nur das große Finale, sondern auch zwei Spieler gingen angeschlagen von der Platte. Bei Maurice Kutz machten sich Blessuren am Zeh breit und Patric Schmidt scheint eine Verletzung am Knie davongetragen zu haben. „Das ärgert mich echt maßlos“, seufzte Thielemann. „Und mit nur sechs Feldspielern hast du dann eben keine Chance, weil die Kräfte schnell schwinden.“

Im obligatorischen Neunmeterschießen zuvor behielt der TSV Schönewörde mit 4:3 den kühleren Kopf im Vergleich zum Wesendorfer SC. Dennoch zeigte sich Hallencoach Julian Hoppe angetan von der Darbietung seiner Schützlinge. „Vom Punkt ist das immer eine Lotterie. Da kann ich den Jungs keinen Vorwurf machen.“ Viel mehr begeistert war er von der spielerischen Klasse in den Partien zuvor. „Wir haben ein paar schöne Kombinationen aufs Parkett gezaubert. Vor allem die jungen Wilden haben frischen Wind reingebracht.“

VON JANNIS KLIMBURG

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