Handball – Der Wittinger Frank Darges erlebt drei deutsche Spiele bei WM in Spanien mit und schwärmt von Atmosphäre

„Ein tolles Erlebnis, hautnah dabei zu sein“

Bitte lächeln! Nach dem Sieg gegen Montenegro traf Frank Darges (r.) noch Deutschlands Linksaußen Dominik Klein. Foto: privat

Barcelona/Wittingen. Ole! Ob Frank Darges morgen bei seiner Rückkehr ins Isenhagener Land immer noch Gänsehaut hat!? Eine Woche lang erlebte der Wittinger Handball-Feeling pur, begleitete die deutsche Nationalmannschaft bei drei Vorrunden-Spielen bei der WM in Spanien.

Und war absolut geflasht von den Eindrücken!.

Ein besseres Geburtstagsgeschenk hätte seine Freundin Sandra ihm zum 40. nicht machen können. Gemeinsam mit Handball-Narr Darges, Co-Trainer von Verbandsligist VfL und Coach der JSG-B-Jugend, ging es am vergangenen Sonntag ab auf die iberische Halbinsel. Das Wittinger Duo kam in Casteldefels bei Freunden unter. Das Basislager, wenn man so will. „Hier mussten wir uns beim Spiel der Deutschen gegen Tunesien noch mit dem Fernseher begnügen“, berichtete Darges. Vielleicht auch ganz gut so, verlor das DHB-Team doch 23:25 gegen den Afrika-Meister.

Doch zwei Tage später war er dann mittendrin statt nur dabei vor dem TV-Bildschirm. Per Bahn ging es ins eine Stunde entfernte Granollers. Dort verfolgten die Handballreisenden dann alle Spiele der Gruppe A. Dabei imponierten Darges besonders die französischen Fans. „Die sind schon ein wenig durchgeknallt. Ich war beeindruckt von der Stimmung.“ Was der Wittinger später vom Anhang seines Heimatlandes nicht behaupten konnte. Argentinien hätte der Riege von Bundestrainer Martin Heuberger das Leben sehr schwer gemacht, das drückte wohl ein wenig aufs Gemüt. „Wichtig war der Sieg“, nahm es Darges pragmatisch.

Dafür sollte es am Mittwoch umso emotionsgeladener werden. Der Überraschungssieg Brasiliens gegen Tunesien diente als Appetizer. „Die deutschen Fans haben da schon gut Stimmung gemacht und Brasilien unterstützt. Nach dem Sieg brach schon etwas die Hölle los“, erläuterte Darges. „Als dann unsere Jungs einliefen, war die Halle voll in deutscher Hand.“ Kein Wunder, war der schwarz-rot-goldene Block doch auch stark angewachsen. Nach dem 29:21-Sieg gegen Montenegro „gab es kein Halten mehr auf dem Spielfeld und auf der Tribüne. Das war schon klasse“, sog der hiesige Handball-Abgesandte die Atmosphäre genussvoll ein.

Vollkommen wurde der Tag dann nach Schlusspfiff: „Wir hatten das Glück, das alle deutschen Spieler sich noch die ersten 15 Minuten des Frankreich-Spiels angeguckt haben“, so Darges. Gelegenheit für Schnappschüsse. Nach dem Argentinien-Auftritt hatten sich die DHB-Cracks noch abgeschottet. „Das wurde von vielen Fans auch sehr kritisiert.“

Gestern ging die tolle Triple-Tour für die Wittinger dann zuende. In Barcelona stand das letzte Vorrunden-Spiel gegen Frankreich auf dem Reiseplan. Noch einmal mitfiebern und genießen, ehe es schweren Herzens wieder in Richtung Heimat geht. Darges war aber auch schon vor dem letzten Live-Spiel hin und weg: „Es ist schon ein tolles Erlebnis, bei so etwas dabei zu sein und hautnah mitzuerleben.“ Er könne einen solchen Trip jedem nur empfehlen.

Von Ingo Barrenscheen

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