Handball – Oberliga Herren: VfL Wittingen strebt heute gegen Dingelbe den dritten Sieg in Serie an

Ein eichenharter Gegner...

Augen zu und durch... Wittingens Oberliga-Handballer (Marten Schultze) müssen sich gegen Eiche Dingelbe auf eine äußerst robuste Abwehrarbeit einstellen. Foto: Barrenscheen

Wittingen. „Fest wie unsre Eichen halten alle Zeit wir stand. . . “ Wer kennt sie nicht, die Strophe aus dem Niedersachsenlied!? Es könnte auch die Vereinshymne des TV Eiche Dingelbe sein.

Seit dem Aufstieg 2008 hält sich der Club aus dem Osten von Hildesheim nun schon sturmfest und erdverwachsen in der Handball-Oberliga und würde dort am liebsten alt wie ein Baum werden. Gleiches gilt auch für den Spross VfL Wittingen. Dieser will heute (19. 15 Uhr) mit einem Heimsieg weiter im gesicherten Mittelfeld wurzeln schlagen.

Das Niedersachsenlied charakterisiert aber auch perfekt das Paradestück der Dingelber: Die Eichen halten Stürmen stand. „Wir müssen uns auf einiges gefasst machen. Das ist eine sehr robuste, kampfstarke Mannschaft. Sie spielen nicht unfair, aber am Rande des Erlaubten und nutzen alles aus“, weiß Wittingens Coach Ax(t)el Bühlow und fordert: „Wir dürfen nicht zurückziehen, müssen dort hingehen, wo es wehtut.“

Sein Credo: Wie du mir, so ich dir. Oder anders ausgedrückt: Wie Dingelbe in den Wald hineinruft, so soll es auch wieder zurückschallen. Auch der VfL muss eine resolute Deckung zusammenzimmern. Die Eichen haben vier tragende Äste im Angriff. Wobei die Brüder Jirka und Jan Kolja Strube in der Woche grippegeschwächt die Blätter hängen ließen und sich Kreisläufer Sebastian Froböse (45 Tore) – Bühlow: „Das soll ein ganz schönes Paket sein“ – mit Schulterproblemen herumschlug.

Auswärts gab der TVED bisher eine gute Figur ab. Speziell das jüngste 27:27 in Rosdorf-Grone empfand Bühlow als „sehr bemerkenswert“ und stellt sich daher auf „ein ganz schönes Kaliber ein“. Holzauge, sei wachsam!

Nichtsdestotrotz soll unbedingt der dritte Sieg in Serie her für Wittingen. „Diese zwei Punkte müssen wir noch holen“, unterstreicht der Trainer angesichts des schweren Restprogramms 2014. Mit dann 11:9-Zählern wäre „das Gefühl besser als vor drei Wochen“, so Bühlow. „Dann hat man nicht immer im Hinterkopf: Du musst.“

Nicht in Axtion treten kann allerdings Andreas Witzke, der sich beim ersten Auswärtssieg in Himmelsthür am Ellenbogen verletzte. Hinter Kai Lemke steht ein Fragezeichen. Dafür sollen Janosch Kochale und Torben Hildebrandt peu à peu wieder den Rückraum beleben. Gestützt auf eine möglichst große und lautstarke Kulisse. „Das wäre schon schön und wichtig“, unterstreicht Bühlow vor dem eichenharten Heimspiel und fügt schmunzelnd hinzu, es möge doch bitte der Baum brennen...

Von Ingo Barrenscheen

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