Ansonsten fällt der Rückblick auf 25 Jahre Tennis in Parsau positiv aus / Lobe erinnert an die Spitzenzeiten

„Durchhalten“: TV Parsau sucht Jugend(coach)

25 Jahre TV Parsau: Gemeinsam mit Freunden, Gründern, Unterstützern und Vertretern aus Politik und Sport feierte der Club sein Jubiläum.

at Parsau. Dass der Tennisverein Parsau schon bessere Zeiten erlebt hat, ist kein Geheimnis. Wie wichtig er vielen ist, wurde beim Jubiläum zum 25-jährigen Bestehen deutlich.

Mit Unterstützern, Vertretern von Sportverbänden, der Politik und den befreundeten Vereinen feierten aktuelle sowie Mitglieder der ersten Stunde im Tennisheim. Dabei schwelgten sie nicht nur in der Erinnerung an bessere Zeiten, sondern machten dem TV Parsau auch Hoffnung für die Zukunft.

Zwar habe der Verein aktuell rund 60 Mitglieder und vier Mannschaften gemeldet (zwei in einer Spielgemeinschaft mit dem TC Grußendorf), sei schuldenfrei, selbstständig und funktioniere, wie der Vorsitzende Frank Lobe in seiner Festrede erklärte. Aber: Es gibt keine Jugendspieler. „Wir stehen aktuell ohne Nachwuchs, ohne Trainer und damit auch ein Stück weit ohne Zukunft da.“ Damit abfinden will Lobe sich aber nicht und richtete dennoch einen „durchaus positiven“ Blick nach vorn: Für die Jugendarbeit sei alles vorhanden, es stehe „tonnenweise“ Spiel- und Trainingsmaterial zur Verfügung. „Was fehlt, ist ein Jugendtrainer für circa zwei mal zwei Wochenstunden.“

1989, im Gründungsjahr unter dem damaligen Vorsitzenden und Initiator des TV Parsau, Gerhard Rücker, konnten die beiden Sandplätze eingeweiht werden, erinnerte Lobe vorher. Ab 1990 fanden Spiele auf Vereinsebene statt. 1994 folgten die ersten Punktspiele. „In Spitzenzeiten hatten wir bis zu neun Mannschaften, von Bambini bis Jungsenioren, gemeldet“, so Lobe. 1995 wurde bei einer großen Feier das Tennisheim eingeweiht. Seit dem Jahr 2000 ist der Verein Ausrichter des Kartoffelfestes, außerdem werden Nachtturniere veranstaltet. Im Winter findet Tennis in einer Halle in Grußendorf statt.

Die Gäste – darunter auch Gründungsmitglieder, die mehr als 600 Kilometer angereist waren – betonten die Wichtigkeit des Vereins und richteten aufmunternde Worte an Lobe und die Mitglieder. Wilnis Tracums als Vorsitzender der NTV-Region Gifhorn, Helmstedt und Wolfsburg schlug beispielsweise vor, die Zusammenarbeit mit der Parsauer Grundschule zu intensivieren und regte einen Tag der offenen Tür an. „In jedem bisschen Wehmut steckt auch ein Stück Hoffnung – und wir sollten kämpfen um unseren Sport.“ Werner Riedel, Vorsitzender des Kreissportbundes, erklärte, es käme in Vereinen immer wieder zu Durststrecken. „Nicht den Mut verlieren, weitermachen, durchhalten. Dann wird es auch klappen“, sagte er. Parsaus Bürgermeister Joachim Zeidler lobte den ehrenamtlichen Einsatz: Was in den Vereinen in Eigenleistung geschaffen wurde, könne die öffentliche Hand nie bewerkstelligen.

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