Fußball – Kreisliga: Wesendorf, Groß Oesingen und Knesebeck hadern / Brome indes überzeugt beim 5:1-Sieg

Drei Teams, ein Problem: Die Torausbeute...

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Nils Mohr (l.) sei dank: Der eigentliche Abwehrspieler rettete dem VfL Knesebeck nach seiner Offensiv-Order noch das 2:2-Remis gegen die starke SV Meinersen.

ib. Spieltag der verpassten Chancen bei den Fußball-Kreisligisten aus dem Nordkreis. Der Wesendorfer SC, SV Groß Oesingen und VfL Knesebeck beklagten eine gewisse Ladehemmung.

• SV Triangel – Wesendorfer SC 3:1 (3:1)

So wie die alte Saison ausklang, so begann praktisch auch die neue Spielzeit für den Wesendorfer SC. Gästetrainer Matthias Hopp hatte ein Déjà-Vu – eben nur spiegelverkehrt. Am letzten Spieltag der alten Serie beim 0:3 gegen Triangel hatte sein WSC die erste Hälfte dominiert und war dann eiskalt bestraft worden, dieses Mal lief es genau andersherum. Man hätte nur „das Datum rausfiltern“ müssen und hätte eine Blaupause gehabt, winkte Hopp nach dem unglücklichen Auftakt seiner Mannschaft ab. „Drei eklatante Fehler“ im ersten Abschnitt, „die in solchen Situationen nicht passieren dürfen“, seien vom SVT gnadenlos effektiv bestraft worden. Dabei hatten die Wesendorfer nach dem Anschlusstreffer von Waldemar Bier kurzzeitig Morgenluft gewittert. „Und dann hauen wir wieder so einen Bock raus“, haderte Hopp. „45 Minuten Tiefschlaf...“ Zwar übernahmen die Blau-Weißen nach Wiederbeginn die Initiative, versemmelten aber den ein oder anderen Hundertprozenter. „Ein 3:3 wäre in Ordnung gewesen“, trauerte der WSC-Coach den verpassten Chancen nach.

• VfL Knesebeck – SV Meinersen 2:2 (0:1)

Die Bäume wachsen doch nicht in den Himmel. Knesebeck mussten beim Heimdebüt gegen Meinersen zumindest einen leichten Dämpfer hinnehmen. Und das war durchaus gerechtfertigt, denn die Gäste präsentierten sich als unangenehmer Widerpart. „Da werden sich noch einige die Zähne ausbeißen“, ahnt VfL-Übungsleiter Detlef Weber. Die SVM legte eine hohe Intensität in den Zweikämpfen an den Tag und kaufte den Einhörnern so auch ein wenig den Schneid ab. „Meinersen stand gut und kompakt gegen den Ball“, meinte Weber anerkennend. Seine eigentlich kreativ veranlagte Offensive hing so lange Zeit in der Luft. Erst nach knapp einer Stunde gelang Daniel Meinecke per Foulelfmeter das 1:1. Doch der zweite Abwehr-Abstimmungsfehler an diesem Nachmittag bescherte den Gästen abermals die Führung (66.). Diese hielt bis zur 79. Minute, dann rettete der nach vorne beorderte Nils Mohr den Knesebeckern doch noch den einen Punkt. Zuvor hatte der VfL zig Hochkaräter vergeudet. Webers Fazit: „In Summe haben wir viele Dinge nicht richtig gemacht.“

• SV Groß Oesingen – SV Leiferde 2:3 (0:1)

„Ich will nicht von einem Fehlstart reden.“ Trotz der Ausbeute von null Punkten aus den ersten zwei Spielen wollte Groß Oesingens Trainer Torben König nicht alles schlecht reden. Immerhin hätte seine Riege im Heimspiel gegen Leiferde überzeugt. Nur ging sie allzu sträflich mit ihren Hochkarätern um. „Das müssen wir erst einmal verknusen“, stieß König einen Seufzer aus. Die Gastgeber hätten deutlich mehr fürs Spiel getan, von der hoch gehandelten SVL-Mannschaft um Trainer Torben Gryglewski sei er „enttäuscht“ gewesen. „Ich weiß nicht, wo ich deren Leistung einsortieren soll.“ Und doch reichte es aufgrund Oesinger Unzulänglichkeiten zum Auswärtssieg. Eine Unkonzentriertheit – zack 0:1! Marvin Eilmus’ Kopfballtreffer war zu wenig aus Sicht des heimischen SV, denn Niklas Dierks vergab noch zweimal allein vor dem Leiferder Keeper. Aus dem Gewühl heraus sprang der Ball dann schließlich an den Innenpfosten und rein – Oesingen wieder in Rückstand. Das „geile Tor“ von Mario Meyer nach einem Abpraller zum 1:3 zog den König-Kickern dann den Zahn (85.). „Damit war das Ding durch.“ Ben-Lukas Wiegmann gelang nur noch Ergebniskosmetik. Der Coach beklagte: „Wir haben uns selbst geschlagen. Machen wir unsere Chancen, braucht sich Leiferde nicht zu beklagen. Aber so ist Fußball...“

• FC Brome – TSV Hillerse II 5:1 (2:1)

Der FC Brome (l. Niklas Theisz) hatte beim 5:1 keinerlei Mühe mit dem Aufsteiger TSV Hillerse II.

War was!? Die Pokalpleite zum Saisonstart ist vergessen in Brome. „Wir haben uns gut gefangen“, konstatierte FC-Teammanager Hendrik Joswig nach dem klaren Sieg über Aufsteiger Hillerse II zufrieden. Die Burgherren hätten im Prinzip „gar nichts anbrennen lassen“. Auch wenn der TSV zwischenzeitlich auf 2:1 herankam und in der 32. Minute sogar die große Gelegenheit auf den unverhofften Ausgleich bekam – in Form eines Foulelfmeters. FC-Keeper Tim Schulze hatte den Hillerser Stürmer gelegt. Doch er machte dieses Fehler prompt wieder gut und parierte den Strafstoß! Selbst wenn das 2:2 gefallen wäre, hätte Joswig kein Zweifel gehegt. „Aus dem Bauch heraus würde ich sagen, dass wir noch das dritte oder vierte gemacht hätten.“ Schlussendlich wurden es durch den lupenreinen Hattrick von Michael März sogar deren fünf Buden.

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