Fußball – Wittinger Kreispokal, Viertelfinale: Knesebeck nun gegen Rühen!

Drei Krimis und Einhorn-Schongang

Pflichtprogramm erledigt: Der VfL Knesebeck (l. Toni Roggenbach) wurde seiner Favoritenrolle mit dem 3:0-Erfolg beim TuS Ehra-Lessien (Eric Meyer) gerecht.
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Pflichtprogramm erledigt: Der VfL Knesebeck (l. Toni Roggenbach) wurde seiner Favoritenrolle mit dem 3:0-Erfolg beim TuS Ehra-Lessien (Eric Meyer) gerecht.

Ein Selbstläufer und ansonsten ausnahmslos enge Kisten: Das Viertelfinale im Wittinger Kreispokal geizte am Ostersamstag gewiss nicht mit Spannung. Während der VfL Knesebeck souverän in die Runde der letzten Vier am 1.

Mai einzog (dort kommt es zum Kracher gegen den Kreisliga-Rivalen SV BW Rühen), tat sich der SV Groß Oesingen in Seershausen recht schwer und trifft nun im Halbfinale auf den siegreichen Underdog SV Barwedel.

SV Barwedel – TuS Müden-D. 2:1 (2:1)

Willkommen im Haifischbecken! Als letzter Kreisklassist verblieb der SV Barwedel durch den kleinen Paukenschlag über Müden-Dieckhorst im Wettbewerb und genießt auch in der Vorschlussrunde Heimrecht gegen Groß Oesingen. Ohne den kommenden Gegner zu kennen, frohlockte SVB-Co-Trainer Michael Goldbeck nach dem C(o)up: „Egal wer jetzt kommt, das ist alles nur noch Bonus!“ Dabei hatten die Gastgeber ihre Nerven und die der Zuschauer ganz schön strapaziert. Barwedel ackerte und brillierte teilweise wie beim 1:0 durch Justin Schrader. Auch durch den zwischenzeitlichen Ausgleich nach einer Ecke ließ sich der Außenseiter nicht irritieren. Jan-Eric Kuhnt staubte nach einem Latten-Kopfball von André Brömel zum 2:1 ab. Doch weil der SVB nach dem Wechsel seine Konter vertändelte, kam bei Goldbeck und Co. draußen „echt Angst“ auf, dass doch noch ein Müdener Ball reinplumpsen könnte. Dem war aber nicht so.

TuS Ehra-Lessien – VfL Knesebeck 0:3 (0:3)

Ohne viel Federlesen entledigten sich die klar favorisierten Knesebecker ihrer Pflichtaufgabe. Dabei reichte es den Einhörnern, gut „eine halbe Stunde zu powern“, meinte VfL-Trainer Detlef Weber. Mit der schnellen 3:0-Führung im Rücken war die „Messe gelesen“, musste auch Ehra-Lessiens Coach Jürgen Schenk einsehen. „Da waren wir zu unaufmerksam gegen so eine Spitzenmannschaft, das wurde gnadenlos bestraft.“ Ganz bewusst nahm Knesebeck in der zweiten Hälfte zwei Gänge und auch einige Stammkräfte raus mit Blick auf das Montags-Punktspiel. „Da konnten wir uns ein bisschen schonen“, so Weber. Dadurch sah der TuS – in einem Duell zweier personell gebeutelter Teams – zumindest nach dem Wechsel ebenbürtiger aus, ohne zu wirklich gefährlichen Szenen zu kommen. Schenk war dennoch mit der Leistung seines Teams zufrieden.

SV Triangel – SV Rühen 1:4 n. E. (1:1, 1:0)

Mit ein wenig Glück und ganz viel Nervenstärke hielt auch der SV BW Rühen den Traum vom Pokal-Triumph 2019 am Leben.

Der SV BW Rühen (blaue Trikots), der sich im Elfmeterschießen beim SV Triangel behauptete, trifft nun im Halbfinale des Wittinger Kreispokals auf den VfL Knesebeck.

„Wir sind leicht verdient im Halbfinale“, befand Gäste-Coach René Boße nach dem schweren Stück Arbeit mit Happy End im Elfmeterschießen gegen Triangel. Leicht verdient deshalb, weil die Rühener das Weiterkommen auch schon in den 90 regulären Minuten hätten klar machen können. Nach dem Ausgleich durch Kevin Rusch (58.) hatte Conner Drechsler noch einen Hundertprozenter liegen lassen, weil er den Ball mit seinem schwächeren linken Fuß nicht richtig traf. Also hieß es nachsitzen. Doch bei der Lotterie vom Punkt kann sich Blau-Weiß auf seinen Elfmeter-Killer Florian Harries verlassen. „Meist hält er mindestens einen“, so Boße. Auch dieses Mal. Da Triangel zudem noch einen Versuch an den Pfosten und einen oben drüber setzte, war das Nervenspiel schnell beendet.

TuS Seershausen/Ohof – Groß Oesingen 1:2 (0:1)

Die ein oder andere (Angst-)Schweißperle rann Torben König nach dem Schlusspfiff über die Stirn. „Ich will nicht sagen, dass es glücklich war – wir waren schon besser. Aber man hat gemerkt, dass auch in Seershausen Fußball gespielt wird. Sie haben es uns unheimlich schwer gemacht“, bilanzierte Groß Oesingens Übungsleiter nach dem hart erkämpften Halbfinal-Ticket. Dem Führungstor für sein Team per Strafstoß durch Marc Geißler (16.) ging ein umstrittener Foulelfmeter voraus. „Eddi (Litau, Anm. der Redaktion) hat es clever gemacht und sagt ganz klar, dass es einer war. Ich hätte ihn von meiner Warte aus nicht unbedingt gepfiffen“, räumte König ein. Und schon trat eine alte Oesinger Krankheit zutage: Der SV stellte vorübergehend das Spiel ein und fing sich den Ausgleich (59.). Dieser sei „ein Wachrüttler“ gewesen, so König. Niklas Dierks erlöste den SVGO schließlich (82.).

VON INGO BARRENSCHEEN

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