Fußball – Kreisliga: Ummerns hängende Spitze im IK-Ligatalk

Drangmeister lässt Zukunft offen

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20 Tore sind schwierig zu toppen.

Ummern – Jannes Drangmeister vom Kreisligisten VfL Ummern hat bereits einiges im Fußball erlebt. Dazu zählen zwei Jahre in der Jugend des VfL Wolfsburg. Diese haben ihn geprägt, wie er im IK-Liga-Talk verrät.

Ummern die erste Wahl

Seit 2002 tritt der gerade erst 21 Jahre alt gewordene Drangmeister gegen das runde Leder. Fast immer an seiner Seite: Vater Jörg, heute auch sein Trainer. „Ich wurde quasi damit aufgezogen“, erzählt der Germane, der zugleich mit dem VfL damals seinen ersten Klub gefunden hatte. Wenig verwunderlich also, dass es ihn vor anderthalb Jahren vom MTV Gifhorn zurück nach Ummern verschlagen hat. Der Fokus sollte nämlich auf das duale Studium beim Finanzamt gelegt werden. „In einer höheren Liga macht das keinen Sinn“, begründet Drangmeister seinen Wechsel zurück. Denn: Oftmals fehlt er unter der Woche komplett, ist erst am Freitag zurück. Ummern sei die erste und logischste Wahl gewesen.

Beste Schule genossen

Drangmeister hat von klein auf eine gute Fußball-Schule genossen. Nicht nur beim MTV Gifhorn, sondern auch zwei Jahre beim VfL Wolfsburg in der C-Jugend. „Mein Vater hat damals Altliga gespielt, ich gebolzt. Der damalige C-Jugend-Trainer des VfL, Herbert Brandes, hat mich dann dort ausgefragt. Ich wusste nicht einmal, wer das war“, erklärt er seinen unverhofften Weg zu den Wölfen. Sein Vater kannte Brandes, hielt Kontakt mit ihm. So wurde Drangmeister Junior zum Probetraining eingeladen und schaffte es in den Kader. Vier Einheiten und ein Spiel standen pro Woche an. „Das war eigentlich eine gute Zeit. Taktisch habe ich da am meisten gelernt“, erzählt er.

Ziel: Höher spielen

20 Tore in der Vorsaison, jetzt sind es bislang vier. „Das ist okay. 20 Tore sind schwierig zu toppen“, glaubt Drangmeister, der beim VfL die hängende Spitze gibt. Angesprochen auf eventuelle Vorteile als Spielersohn, betont er, dass es eher nicht der Fall sei. „Unsere Mannschaft stellt sich seit Wochen von allein auf.“ Außerdem spricht die fußballerische Raffinesse für sich, den Platz im Team hat sich der Offensivspieler wohlverdient. Wie lange er noch ein Teil des Klubs ist, lässt er noch offen, das duale Studium geht noch bis Sommer nächsten Jahres. „Das wird sich im Frühjahr ergeben. Es kann in Ummern auf jeden Fall weitergehen. Vom Aufwand könnte ich ab Sommer aber wieder mehr betreiben“, betont Drangmeister. Ziel sei aber, „irgendwann mal höher zu spielen“.

Osloß-Ausblick

Drei Wochen hatten die Germanen nun Pause vom Spielbetrieb. „Für uns ist das gut wegen der ganzen Verletzten“, betont Drangmeister. Es sei zudem schön gewesen, auch mal fußballfreie Sonntage gehabt zu haben. Aber, da ist sich der Ummeraner sicher, es kann gern wieder losgehen. Am Sonntag (14.30 Uhr) gastieren seine Farben beim SV Osloß, ein unangenehmer Aufsteiger. „Ich habe noch nie gegen sie gespielt. Das ist schwierig einzuschätzen“, meint Drangmeister. Aber: „Man sollte sie nicht unterschätzen. Es kann nämlich alles möglich sein.“  rp

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