Fußball – 17. Volksbank-Hallenmaster-Cup, Gruppe D: Wahrenholz mit Ach und Krach weiter

Dramatik hoch 26! Vorhop verbittert

Wahrenholz (Stefan Müller) hatte reichlich Dusel.

eh/ib Wittingen. Darf es ein bisschen mehr Nervenkitzel sein? Bitte schön! Die Mega-Dramatik der Vorrunde hatte sich der 17. Volksbank-Hallenmaster-Cup bis zu guter Letzt aufgehoben. Der VfL Wahrenholz kam in der gestrigen Gruppe D mit einem dunkelblauen Auge davon.

Leidtragender des hellen Wahnsinns war schlussendlich der VfL Vorhop, der in einem Neunmeterschießen gegen den punkt- und torgleichen (!) Kuhfelder SV den Kürzeren zog. Wohl gemerkt nach dem 26. Schuss! Packender geht nicht.

Die Wahrenholzer Mischmasch-Mannschaft aus Erster und Zweiter hatte sich durch Leichtsinn eine wahre Zerreißprobe eingebrockt. Bereits gegen den Diesdorfer SV hatte das Taterbusch-Team eine Führung durch „Hacke, Spitze, eins, zwei, drei“ (Coach Helge Reinsch) hergeschenkt, setzte dem Ganzen aber gegen Vorhop noch die Krone auf. 2:0 geführt und am Ende nur 2:2! „Dabei hatten wir das Spiel locker im Griff“, raufte sich Reinsch die Haare. Der sicher geglaubte Einzug in die Zwischenrunde hing plötzlich am seidenen Faden für die Schwarz-Gelben.

Das letzte Spiel des Tages gegen Kuhfelde mutierte so zum Alles-oder-nichts-Duell. Da Vorhop zuvor gegen Gruppen-Souverän Diesdorf 0:1 verloren hatte, genügte der Reinsch-Riege ein Unentschieden dank des besseren Torverhältnisses zum Weiterkommen. Doch Kuhfelde schockte den taumelnden Riesen in diesem Endspiel mit dem ersten Treffer! Erst drei Sekunden vor Schluss wendete Wahrenholz die Blamage noch ab und glich aus. „Wir müssen uns aber dolle steigern am Finaltag“, meinte Reinsch.

Das 1:1 sorgte für ein absolutes Kuriosum im Klassement: Vorhop und Kuhfelde mit absolut identischer Bilanz. Also musste ein Neunmeterschießen die Entscheidung bringen. Dieser Nervenkrieg setzte der Spannung die Krone auf. Das Sudden Death wollte einfach kein Ende nehmen. Bis sich Florian Schneider den Ball zurechtlegte und an Kuhfeldes Keeper-Katze scheiterte. VfL-Trainer Thorsten Thielemann seufzte geknickt: „Es kam alles zusammen für uns...“ Vorhop hatte eigentlich schon mit anderthalb Beinen in der Zwischenrunde gestanden.

Lange Gesichter herrschten auch beim TuS Ehra-Lessien. Zwar beklagte Trainer Bernd Boese viele Verletzte, hatte sich aber insgeheim doch etwas mehr ausgerechnet. „Ich bin nicht unzufrieden, aber schon ein bisschen enttäuscht. Die hohen Pleiten hätten nicht sein müssen.“ Für die Zebras heißt es nun: schnell den Kopf hoch. „Es geht ja am Freitag beim Nord-Cup schon weiter. Mal schauen, wie wir uns da schlagen“, richtete Boese den Blick bereits gen Hankensbüttel zur nächsten Station der Budenzauber-Karawane.

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