Gastgeber triumphieren im Finale verdient 2:0 über den VfL Knesebeck

Hallenfußball – Wittinger-Cup 2017: Double-Jubel beim VfL Wittingen/S.!

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Hoch das Bein! Im Finale hatte der VfL Wittingen/S. (l. Roni Agirman) gegen den VfL Knesebeck (Malte Gercke) alles im Griff.

Wittingen. Den Jahreswechsel haben die Fußballer des VfL Wittingen/S. offenbar bestens verdaut. Nicht mal eine Woche nach dem Triumph beim Volksbank-Cup – noch im alten Jahr – holten sich die Brauereistädter auch den Hallenfußball-Titel beim Wittinger Cup, dem Nachfolge-Turnier des Nord-Cups. „Das Hallen-Double ist schon geil. Das war eine Augenweide“, sagte VfL-Trainer Torsten Haase nach dem 2:0-Finalerfolg über den VfL Knesebeck.

Der VfL Wittingen/S. nahm nach dem verdienten 2:0-Triumph über den Lokalrivalen den Wittinger-Cup 2017 von Turnierchef Peter Herrewig (r.) entgegen. Schon die zweite Hallen-Trophäe binnen fünf Tagen für die Brauereistädter.

Dramatik bereits im ersten Auslese-Verfahren Zwischenrunde: Der SV Langwedel führte schon 2:0 gegen Vorhop und verlor noch 2:4 – selbst Schuld! Erst vertändelte der stürmende Keeper Emanuel Münker den Ball an der Mittellinie, dann führte ein Mega-Missverständnis bei einem SVL-Freistoß zum nächsten Nackenschlag. Der Anfang vom Ende? Nein! Denn Vorhops Joachim Kaufmann rettete dem SVL mit dem 2:0 gegen den Wesendorfer SC nur 20 Sekunden vor Ultimo den Allerwertesten. Langwedel dank der mehr erzielten Tore weiter, der WSC raus! „Das hatte mit den 20 Sekunden wenig zu tun. Es fehlte mindestens die Einstellung. Das war zwei Mal zehn Minuten nicht gut“, meinte Wesendorfs Coach Matthias Hopp zum Abgesang.

Mit einem blau(gelb)en Auge kamen hingegen die Wittinger in der Gruppenphase davon: Die verdaddelte Führung gegen den SV Groß Oesingen (2:3 nach 2:0) hätte den Lokalmatadoren fast die steinige Route gegen den Exklusiv-Bezirksligisten im Feld, den TuS Platendorf, eingebrockt. Doch der SV Westerbeck leistete Schützenhilfe und hätte fast selbst noch eine Wunder-Wende geschafft. Erst gut 20 Sekunden vor Ende bewahrte Oesingens Lebensversicherung Micha Degenhardt – laut seinem Coach ein „prädestinierter Hallenspieler“ – die König-Kicker mit dem 4:2 vor dem Aus nach Hopp-oder-top-Schlagabtausch.

Doch das hieß auch: Viertelfinale gegen die Moor-Kicker. Und dort ereilte den SV das fast schon erwartete Aus. Platendorf sei traditionell das Oesinger Problem bei Hallenturnieren, meinte SV-Trainer Torben König. „Gegen die stärkste Mannschaft kann man ausscheiden. Immerhin haben wir den Volksbank-Cup-Gewinner geschlagen“, zog König ein zufriedenes Fazit. In der Runde der letzten Acht war auch für zwei Überraschungsteams Endstation. Der SV Wagenhoff (2. Kreisklasse) unterlag Wittingen deutlich mit 0:4. Trotzdem war SVW-Trainer Marco Propfe sehr zufrieden, was den Gesamt-Auftritt seiner Mannschaft betraf: „Wir haben eine super Truppe zusammen. Uns war bewusst, dass wir mit dem ein oder anderen höherklassigen Team mithalten können.“

Sogar „mehr als zufrieden“ war Frank Kalinowski, Coach des SV Steinhorst (3. Kreisklasse). Das 0:3 im Viertelfinale gegen Vorhop trübte den Gesamteindruck nur ein wenig. „Letztendlich hat sich der Klassenunterschied bemerkbar gemacht“, so Kalinowski, der das Abschneiden seiner Jungs als „Überraschung hoch zehn“ bewertete. Für eine weitere Fast-Sensation sorgte der SV Langwedel, der den VfL Knesebeck bis ins Elfmeterschießen zwang. Bei einem etwas besseren Spielverlauf wäre mehr drin gewesen, meinte auch SVL-Spielertrainer André Liedtke: „Durch ein Eigentor ins Elfmeterschießen zu kommen, ist schon sehr unglücklich. Ich hätte gerne gegen Wittingen im Finale gespielt.“

Das sagte der Ex-Wittinger Liedtke, noch bevor der VfL den Bezirksligisten aus Platendorf im Halbfinale ausschaltete. Für den 1:0-Siegtreffer sorgte Wittingens Neuzugang Jan Bendig. Damit war klar, dass es im Endspiel auf jeden Fall ein Derby geben würde. Im zweiten Halbfinale machte es Knesebeck gegen Ortsnachbar Vorhop nicht so spannend wie in der Runde zuvor. Die Einhörner siegten deutlich mit 5:0. „Unser Ziel war das Halbfinale. Wir wollten gerne in die Brauerei“, war Vorhops Coach Thorsten Thielemann trotzdem nicht unzufrieden.

Im Endspiel ging es dann nicht nur auf dem Feld heiß her, sondern endlich auch auf den Zuschauerrängen in der ausverkauften Wittinger Halle. Dennoch ließen die Gastgeber im Finale nichts anbrennen. Das Sturm-Duo Sven Arndt und Marcel Liedtke sorgte mit seinen Treffern für den 2:0-Erfolg und damit für den zweiten Hallen-Titel innerhalb einer Woche: „Das ist total geil. Besser geht’s nicht!“, freute sich Wittingens Trainer Torsten Haase. Knesebecks Vertretungscoach Jan Gottschalk konnte mit dem zweiten Platz am Ende gut leben. „Kompliment an die Jungs. Sie haben alles selbst gemanagt, ich musste nicht viel machen.“

Von Ingo Barrenscheen und Andreas Arens

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