Handball – Regionsjugend: MD-Jungs mit zwei Gesichtern beim Heim-Remis / ME-Express rauscht weiter durch Liga

Doppelsieg: Wittingen/Stöckens WD1 fasst Fuß

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Im Angriff stand sich die männliche D1-Jugend der SG VfL Wittingen/Stöcken (am Ball Luca Runge) gegen Mascherode häufig selbst im Weg. Doch das wurde durch die „beste Defensivleistung der Saison“ beim 14:14 wieder ausgeglichen. 

Nach der perfekten Woche mit den ersten zwei Saisonsiegen in der Handball-Regionsliga ist die Welt der weiblichen D1-Jugend von der SG VfL Wittingen/Stöcken wieder in Ordnung. Unaufhaltsam rauscht die männliche E-Jugend durch ihre Klasse bisher.

Regionsoberliga MD

SG VfL Wittingen/St. – TV Mascherode 14:14 (8:6)

Hinten top, vorne flop. Gegen den punktgleichen Gegner TV Mascherode zeigten die Wittingen/Stöckener Jungs eine reife Leistung. In der Abwehr stand die SG VfL bombensicher, Trainerin Fiona Schneider sprach von der „besten Defensivleistung der Saison.“ Im Angriff dagegen hätte es zu viele Unkonzentriertheiten und leichte Fehler gegeben. Auch deswegen konnten sich die Brauereistädter nie wirklich absetzen und somit endete die Partie leistungsgerecht mit einem Remis. „Darauf lässt sich in den nächsten Wochen aufbauen“, betont Schneider.

• Tore: Runge (6), Könemann (5), Nielsen, Bohne, Schüttenberg (je 1).

Regionsliga ME

SG VfL Wittingen/St. – HSG Allertal 29:6 (15:2)

Der SG VfL-Zug rast weiter durch die Regionsliga und war ebenfalls von der HSG Allertal nicht zu stoppen. In der diesjährigen Liga wird es für die Wittinger schwer, einen gleichwertigen Gegner zu finden. Auch in Unterzahl spielend, konnte Wittingen/Stöcken das Spiel klar dominieren. Nahezu alle Spieler hatten ausreichend Chancen, sich in die Torschützenliste einzutragen.

• Tore: Klasing, Könemann (je 6), Alpers (5), Gaede (4), Borchers (3), Fischer, Gaas (je 2), Schrade (1).

Regionsliga WD

Wittingen/Stöcken II – Wittingen/St. I 5:11 (5:5)

Das hatte sich die Erstvertretung wohl etwas leichter vorgestellt, merkte Trainer Volker Schneemelcher nach der durchaus schweren Geburt im Vereinsduell an. Taktisch gut vorbereitet mit den E-Jugendlichen Kathleen Schmidt und Jule-Marie Jördens, verlangte die WD2 dem Favoriten alles ab. Zu Beginn waren kaum Unterschiede erkennbar. Daher auch aus Sicht der Zweiten ein tolles Halbzeitergebnis von 5:5. In der zweiten Hälfte setzte dann vor allem Melissa Löwen Zeichen. Mit ihrer Schnelligkeit hatte die Abwehr der WD2 große Probleme. So zog Wittingen/Stöcken I Tor um Tor davon.

• Tore – WD2: Schmidt (3), Cohrs, Ibold (je 1); WD1: Löwen (6), Kahrens (3), Könemann (2).

MTV Vorsfelde – Wittingen/St. II 24:2 (13:1)

Vorwurf? Auf keinen Fall! Coach Volker Schneemelcher sah zwar eine körperlich klar unterlegene Mannschaft aus Wittingen/Stöcken, die aber kämpferisch auf Augenhöhe agierte. Nach dem 1:1 zog Vorsfelde das Spiel an sich. „Jeder technische Fehler wurde durch schnelles Tempospiel mit einem Gegentor bestraft.“ Wobei Torhüterin Merle Krützmann sogar noch viele Würfe vereitelte. Die SG VfL II erspielte sich ebenfalls einige gute Chancen, allerdings waren die Torwürfe zu unplatziert. „Die Ansätze waren vielversprechend“, meinte Schneemelcher dennoch.

• Tore: Jördens, Schmidt (je 1).

SG VfL Wittingen/St. I – JSG Allertal II 10:5 (5:0)

Riesige Freude bei Wittingen/Stöckens WD1 nach dem zweiten Saisonsieg. Dabei begann die Partie etwas stotternd: Das Fehlen von Melissa Löwen machte sich zu Beginn bemerkbar. Dafür übernahm Eliana Fetahu Verantwortung. „Ihre Schnelligkeit und die gute Abwehrarbeit waren der Schlüssel zum Erfolg“, pointierte Trainer Volker Schneemelcher. Gerade das Zusammenspiel mit Julia Kahrens hätte bestens funktioniert. So sah der Coach auch über etwas Leerlauf in der zweiten Halbzeit hinweg.

• Tore: Kahrens (5), Heine, Könemann (je 2), Ibold (1).

Regionsliga WE

SG VfL Wittingen/St. I – MTV Vorsfelde 13:4 (3:3)

Nach einer dürftigen ersten Hälfte musste eine motivierende Halbzeitansprache her. Doch die kam nicht wie gewohnt von Trainer Arne Gade, sondern von den Mädels selbst. Es schien Wirkung gezeigt zu haben. Denn im zweiten Durchgang spielten die Hausherrinnen wie ausgewechselt. Nun wurden – anders als im ersten Durchgang – auch die vielen Torchancen effektiv genutzt, sodass die Wittingerinnen auf 13:4 davonzogen.

• Tore: Schmidt (4), Wesemann (3), Stucke, Cohrs (je 2), von Weyhe, Essmann (je 1).

SG VfL Wittingen/St. II – Müden/Seershausen 5:9 (2:6)

Trotz der Pleite zeigte sich Trainer Arne Gade stolz: „Wir haben ein sehr gutes Spiel gemacht und gegen einen guten Gegner nur eine Halbzeit verloren.“ In Abschnitt eins präsentierten sich die Gäste effektiver und standen in der Defensive sicherer. Nach dem Seitentausch legten die Wittingerinnen dann noch eine Schippe drauf, auch wenn es zum Sieg nicht mehr reichen sollte. Gade: „Darauf können wir aufbauen.“

• Tore: Frank (2), Wegner, Stucke, Bohne (je 1).

Von Jannis Klimburg und Ingo Barrenscheen

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