Fußball – Kreisliga: Vizemeister VfL erwartet zum Einstieg den SV BW Rühen

Direkt ein Elefanten-Duell in Ummern

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Von null auf 100: Das Duell des amtierenden Vizemeisters VfL Germania Ummern (l.) gegen den Vorjahresvierten SV BW Rühen (Christopher Ramolla, fehlt am Sonntag) sorgt direkt für Spannung in der Kreisliga. 

Ummern – Wenn Jörg Drangmeister so darüber nachdenkt, wer in der neuen Saison der Fußball-Kreisliga im oberen Tabellendrittel mitmischen könnte, dann muss er schon das Zehn-Finger-Suchsystem bemühen ...

Der Coach des VfL Ummern prognostiziert ein noch breiteres, ein noch intensiver bekämpftes Spitzenfeld – und sieht mitten in diesem Hauen und Stechen auch seine Germanen und den starken Auftakt-Gegner SV BW Rühen (Sonntag, 15 Uhr) mitmischen.

Immerhin empfängt der amtierende Vizemeister den Vorjahresvierten. „Sicherlich ein Spitzenspiel mit Blick auf die letzte Saison“, untermauert Drangmeister. Immerhin hätten sich beide Teams nur marginal verändert. Und dennoch glaubt Ummerns Frontmann an einen Fortschritt bei seiner Riege. „Letztes Jahr waren wir noch sehr ausrechenbar, weil alles auf gewisse Leute fokussiert war.“ Doch mit Heimkehrer Maurice Kutz und Christian Sterz, der einen „absoluten Sprung gemacht hat“, käme nun neue Gefahr aus der Tiefe.

Trotz guter Ergebnisse geht Drangmeister „mit gemischten Gefühlen“ aus der Vorbereitung hervor. Denn die Trainings-Beteiligung sei durchwachsen gewesen. „Einige Spieler haben noch konditionellen Nachholbedarf.“ Zudem ist der ursprüngliche 21er-Kader auf 17 feste Kräfte geschrumpft durch Langzeitverletzungen oder Melvin Grabert, der nur noch als Notnagel zur Verfügung steht. Defizite, die Ummern gegen Rühen irgendwie kaschieren muss. Der VfL-Coach erwartet „ein offenes Spiel“.

Dito, sagt sein Rühener Kollege Matthias Weiß. Selbstverständlich sei der VfL „eine harte Nummer, gerade zum Anfang“. Doch der neue Dirigent der Blau-Weißen geht zuversichtlich an seine Liga-Premiere heran und ist heiß. „Ich hoffe, dass es mir gelingt, das auf meine Truppe zu übertragen. Bis jetzt haben sie gut zugehört...“

Auch der Ausfall der zwei wichtigen Offensivkräfte Christopher Ramolla und Kevin Rusch stellt für Weiß keine Ausrede dar. „Ich bin kein Freund davon, sich hinter so etwas zu verstecken. Die Jungs wollen alle spielen.“ Wichtig sei, konzentriert und diszipliniert zu agieren. „Und das nicht nur gegen Ummern. Dann werden wir viel Spaß haben, wenn die Jungs das in ihre Köpfe kriegen.“

VON INGO BARRENSCHEEN

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