Handball – Oberliga Herren: Wittingen muss auswärts ran

VfL in Dingelbe: Besser als der Ruf!?

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Die Wittinger Handballer (Kai Lemke) müssen sich in Dingelbe schon einmal auf die robuste Spielweise des TV Eiche einstellen.

Wittingen. Eine persönliche Zustellung ist garantiert! Allen Unkenrufen zum Trotz werden die Oberliga-Handballer des VfL Wittingen wirklich zum Auswärtsspiel beim TV Eiche Dingelbe (Sonntag, 17 Uhr) antreten.

„Es heißt ja schon: Der VfL Wittingen kommt – die brauchen eigentlich gar nicht loszufahren, können die Punkte doch lieber schicken. Das wollen wir jetzt aber überprüfen“, gibt sich VfL-Trainer Axel Bühlow kämpferisch.

Weil es mit der Wittinger Bilanz (2:22-Punkte) und dem Ruf in fremden Hallen nicht wirklich zum Besten bestellt ist, könnten die Brauereistädter eigentlich ganz „locker auftreten. Vielleicht können wir ja für etwas Positives sorgen“, sagt Wittingens Übungsleiter, der von einem Sieg aber ganz bewusst nicht sprechen möchte. Dafür wäre die Aufgabe beim Siebten aus Dingelbe dann doch zu schwer.

„Wir müssen schon einen sehr, sehr guten Tag erwischen“, meint Bühlow, dessen Mannschaft das Hinspiel (28:24) nur knapp gewann. Allerdings war der TV von Personal- und Patteproblemen geplagt. Das ist in eigener Halle passe. Gegenüber dem Hinspiel werden mit Jirka Strube und Henrik Froböse zwei Leistungsträger in den Eichenstamm zurückkehren. Hendrik Fiene und Sascha Muscheiko, die im Hinspiel nicht sonderlich in Erscheinung traten, müssen dafür passen.

„Dingelbe hat eine gute Mannschaft, gehört wie in den letzten Jahren auch wieder zum gesicherten Mittelfeld der Oberliga“, lobt Bühlow den kommenden Kontrahenten, der durch seine „sehr robuste Spielweise“ imponiert.

Für Peter Schultze könnten die kantigen Gegenspieler aber durchaus wie gemacht sein. Der Rückraumspieler ist für Trainer Bühlow eine wichtige Alternative, weil neben Arne Gades, Torben Hildebrandt und Marten Schultze auch Spielgestalter Kai Eschert nicht mit ist.

„Peter hat auswärts eigentlich immer gute Spiele gemacht“, sagt Wittingens Coach und sieht in der Aushilfe einen Hoffnungsschimmer. Zwar wird der VfL weitgehend mit dem Stammaufgebot anreisen, soll aber mit Schultze in der Regie unverkrampft an die letzten, ordentlichen Leistungen anknüpfen. Denn: Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert.

Von Matthias Jansen

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