SV Eischott landet mit Würfel-Samtgemeinde-Turnier einen Volltreffer / In Spitze über 100 Zuschauer

Digital – genial! Rühen gewinnt Stubenzauber

Stubenzauber... Nicht nur Ideengeber Kevin Krause (l.) und Lukas Heider hatten sichtlich Spaß beim 1. digitalen Samtgemeinde-Turnier per Würfel-Liveschalte im Internet.
  • Ingo Barrenscheen
    vonIngo Barrenscheen
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Alea iacta est: Die Würfel sind gefallen. Ob nun mit Ball am Fuß auf dem Parkett oder mit Glücksgöttin Fortuna als leitende Hand auf dem Holztisch von Kevin Krause: Der SV BW Rühen ist und bleibt der Budenzauber- respektive Stubenzauber-König in der Samtgemeinde Brome!

Eischott/Brome – Zweimal hatte der Fußball-Kreisligist im wahren Leben zuletzt das SG-Turnier gewonnen und bejubelte am Sonnabend vor dem Computer- oder Handybildschirm das Triple. Denn die Blau-Weißen triumphierten auch beim 1. digitalen Cup, den der SV Eischott als Jux-Alternative in Zeiten der Corona-Pandemie aus der Taufe gehoben hatte und den Gewinner auswürfelte. Die verrückte wie außergewöhnliche Idee erwies sich als Sechser im Lotto!.

Reichweite flasht Krause

Nie und nimmer hätte Kevin Krause gedacht, dass das Ersatzprodukt am Tag der eigentlichen Austragung des SG-Turniers so viele Fans ins World Wide Web anstelle der Großturnhalle Rühen locken würde. Noch am Freitag nach der Auslosung hatte der Pressewart des SV Eischott zu seinem Mitstreiter Lukas Heider gesagt: „Wenn über die gesamte Länge betrachtet 100 Leute einschalten, bin ich schon froh.“ Tags darauf sollten es zu Hochzeiten der Livestreams via Instagram und Facebook tatsächlich gleichzeitig gut 100 Follower sein, die sich das Spaß-Spektakel nicht entgehen lassen wollten. „Andere waren temporär dabei. Wir vermuten, dass wir insgesamt über 200 Leute erreicht haben. Mit dieser Reichweite hatte ich so doch nicht gerechnet“, ist Krause stolz.

Launiger Chat

Der Nachbar TSV Brechtorf etwa verabredete sich vereinsintern zu einem Zoom-Meeting und brachte allein über 20 Mann auf die virtuelle Zuschauertribüne. „Das Feedback war sehr positiv – das freut uns zu hören. Schön, dass es so Wellen geschlagen hat“, frohlockt Krause. Da alle ohnehin beteiligten Klubs ebenfalls Social Media-Kanäle besitzen, sei die fast 1:15 Stunde lange Live-Übertragung „ordentlich befeuert“ worden. Zumal der Chat mit launigen Fußball-Phrasen und der ein oder anderen liebgemeinten Stichelei den Spaß-Faktor nochmal steigerte. „Es war eine lustige Symbolveranstaltung, um die Leute bei Laune zu halten.“ Das ist mehr als gelungen.

Zumal die Publicity noch weitergeht: Der NFV-Kreis Gifhorn verfasste direkt einen Beitrag für seine Homepage und das kommende NFV-Journal. Das kleine Eischott als großes Vorbild in tristen Tagen für ganz Fußball-Niedersachsen!

Rühener Triple-Jubel

Auge um Auge, Zahl um Zahl schritt der Würfel-Wettbewerb voran. Immer mal wieder aufgelockert durch kurze Interviews mit Spielern aus den Vereinen. So plauderte Krause mit Steffen Brendel (FC Parsau I), Fabio Mastrogiorgio (TSV Brechtorf II) und auch Fynn Jennerich (SV BW Rühen) über die aktuelle Lage in den Mannschaften inmitten des Corona-Lockdowns.

Letzterer sollte dann final noch einmal seinen großen Auftritt haben: Als Kapitän des sieg- wie ruhmreichen SV BW Rühen, der im Endspiel den Lokalrivalen TSV Brechtorf I mit 6:2 vom Tisch fegte. Und on top als bester Spieler des Turniers. Die humorige Dankesrede von Jennerich war Oscar-reif: „Ohne die Mannschaft wäre das nicht möglich gewesen. Herrlich! Danke Mama und Papa, ohne euch wäre ich nicht so ein guter Fußballer geworden...“

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