Fußball – Bezirksliga: Wahrenholzer 3:1-Sieg gegen STV Holzland durchaus glücklich / Kellerkind wehrt sich wacker

Diesmal rächt sich das Laissez-Faire nicht

Es ging zum Schluss auch ohne ihn: Andre Haven (r.) musste verletzt runter, Wahrenholz gewann auch in Unterzahl 3:1. Foto: ib

ib Volkmarsdorf. In einigen Grundzügen erinnerte der gestrige Auftritt des VfL Wahrenholz bei STV Holzland in der Fußball-Bezirksliga doch an das Spiel eine Woche zuvor in Mörse. Nur dass dieses Mal unterm Strich ein spiegelverkehrtes Ergebnis auf dem Papier stand.

Trotz des abermaligen Laissez-Faire entführte der Vize-Meister ein 3:1 aus Volkmarsdorf und schubste den Gegner damit auf einen Abstiegsplatz.

Volker Streilein wusste nur zu gut, dass er in seinem vorletzten Spiel als Wahrenholzer Coach durchaus auch Dusel gehabt hatte. „Holzland hat um jeden Millimeter Rasen gekämpft, weil sie unbedingt punkten mussten.“ Nicht nur das: Die Gastgeber verstanden es zur Verwunderung Streileins auch, das Mittelfeld schnell zu überbrücken – und im Umkehrschluss das Wahrenholzer Überfallkommando im Zaum zu halten. Zumindest eine Stunde lang. Dann sei STV „platt wie eine Flunder“ gewesen, so der VfL-Coach. „Ich wusste, dass sie dieses Tempo nicht durchhalten können.“

Nichtsdestotrotz hing der Sieg der Schwarz-Gelben bis zum Schluss am seidenen Faden. Streilein missbilligte die Leistung von Halbzeit eins. Beim Holzländer Ausgleich hätte Matthias Röhrs mit einem „Gewaltakt“ drei Mann stehen lassen, obwohl er jedes Mal schon fast am Boden lag. Daher volles Risiko zu Wiederbeginn: drei Wechsel auf einen Schlag. Das sollte sich insofern rächen, als dass der VfL die letzte Viertelstunde nach einer Verletzung von Andre Haven in Unterzahl überstehen musste. Kurz zuvor hatte Denny Iwan den Ball zum 2:1 herrlich mit links ins lange Eck gezirkelt (73.).

Das Kellerkind, eigentlich mausetot, zuckte aber nochmal. Dreimal rettete die Latte für Wahrenholz, weitere drei Male Keeper Bastian Mechelk. Auch der VfL ließ Chancen liegen. Erst in der Schlussminute erfolgte die Erlösung durch Elfer-Schütze Jan-Patrick Schön.

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