Hallenfußball – Kreismeisterschaft der Herren: Viele Teams mit B-Besetzungen

Dieser Titel ist nicht oberste Präferenz

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Kampf um die Hallen-Krone: Der FC Brome (l. Michael März) und der VfL Knesebeck (M. Andre Haven) feiern nach dem Finale beim Volksbank-Cup ein Wiedersehen in Gifhorn. Die Teams sind Gegner in der Gruppe A.

Gifhorn – Gesucht: ein Thronerbe. Da der Titelverteidiger VfR Wilsche-Neubokel mittlerweile in höheren (Bezirks-)Sphären schwebt und daher nicht mehr spielberechtigt ist, stellt sich nun die Frage: Wer wird sich am kommenden Sonntag (ab 14.15 Uhr im Sportzentrum Süd in Gifhorn) bei den Hallen-Kreismeisterschaften die Krone aufsetzen?

 

Als heiße Kandidaten bei den Buchmachern gelten eigentlich die beiden Finalisten vom Volksbank-Hallenmaster-Cup: der FC Brome und VfL Knesebeck.

Diese stehen sich auch sogleich in Gruppe A gegenüber. Doch die Einhörner setzen ihre Gewichtung anders. „Wir haben draußen 2019 noch viel vor, das ist uns persönlich einfach wichtiger. Wir werden deshalb mit einer nicht ganz so starken Mannschaft antreten“, kündigt Knesebecks Co-Trainer Sebastian Sommer an, der bezeichnenderweise selbst auflaufen muss. Was nicht heißt, dass der VfL nichts reißen kann. „In der Halle weiß man nie, was passiert.“ Angesichts des Bermuda-Dreiecks Samtgemeinde-Turnier, Bromer Jungschützenball und Kreismeisterschaft spricht FCB-Coach Mark-Oliver Schmidt von einem „Hardcore-Wochenende“. Da die Burgherren in den vergangenen Jahren aber Stammgast im Halbfinale waren, „wollen wir auch dieses Mal wieder unter die Top Vier“, bekräftigt Schmidt. Wobei er wohl dem ein oder anderen Youngster eine Bewährungschance in Gifhorn einräumen wird.

Dagegen rechnet sich der VfL Germania Ummern, beim Wittinger Cup enttäuschend, nur geringe Chancen aus. „Das Geschehen auf dem Rasen interessiert mich mehr“, winkte Trainer Jörg Drangmeister ab, der dennoch mit einem verbesserten Aufgebot antreten wird. „Der Kader wird komplett aus der ersten Mannschaft bestehen.“

Ein Chance sich zu beweisen erhält die zweite Garnitur beim SV Groß Oesingen. Auch weil Trainer Torben König die Pflicht-Veranstaltung als zweitrangig einstuft. „Das sind dann einfach zu viele Hallenturniere“, seufzte der Coach. „Für uns ist es eher eine lockere Trainingseinheit.“ In der Gruppe B gilt daher der Vorjahresfinalist SV BW Rühen als Favorit. Das bekräftigt auch Werner Vodde, verantwortlich beim SV Tülau/Voitze. Für sein eigenes Team rechnet er sich hingegen nicht viel aus. Genau wie Brome müssen die Grün-Weißen ja tags zuvor auch schon aufs Parkett. „Das hätten wir gerne vermieden.“ Aber dem Kreisklassen-Herbstmeister sei „leider zu spät aufgefallen“, dass er sich – als Nebeneffekt – für den Hallen-Showdown qualifiziert. Dieser sei „ein ganz neues Umfeld. Die Mannschaft soll schnuppern, ihre Erfahrungen machen. Machen wir uns nichts vor, gegen die Kreisligisten können wir nicht bestehen.“

Von Ingo Barrenscheen und Jannis Klimburg

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