Fußball – Bezirksliga: Wahrenholzer Rumpfteam fightet sich zum verdienten 1:1 gegen Platendorf

„Diesen Weg müssen wir weitergehen“

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Eingekesselt: Maurice Kutz (l.) und Niklas Germer (r.), Torschütze zum 1:1-Endstand per Foulelfmeter, nehmen in dieser Szene Platendorfs Vitali Kast in die Zange. Das Derby endete leistungsgerecht mit einem Unentschieden.

Wahrenholz. Direkt nach dem Schlusspfiff scharrte Thorsten Thielemann seinen wackeren Mohikaner am Mittelkreis zusammen. Und klopfte ihnen verbal auf die Schulter.

„Ich habe gesagt: Genau diesen Weg müssen wir weitergehen!“ Die arg eingeschränkten personellen Möglichkeiten hatte der Fußball-Bezirksligist VfL Wahrenholz im Derby gegen den TuS Neudorf-Platendorf mit Moral und Kampfgeist ausgeglichen und trug beim 1:1 (1:1) immerhin ein Pünktchen im Kampf um den Klassenerhalt davon.

Besser als nichts. „Man muss die Umstände sehen. Dafür können wir zufrieden sein“, unterstrich Trainer Thielemann mit Blick aufs Personal. Dieses war kurz vor Beginn weiter geschmälert worden, weil Jan-Patrick Schön und Jan Reitmeier ihren Aufwärm-Versuch abbrechen mussten. „Das war dann noch die Spitze obendrauf“, seufzte der VfL-Coach. Notgedrungen musste er Calvin Camehl und Timo Neumann als Nummer 13 und 14 nachnominieren, die vorab schon bei der Reserve gekickt hatten.

Dafür machten die Schwarz-Gelben ihre Sache, die Anfangsphase einmal ausgeklammert, gut. „Die ersten zehn Minuten haben wir komplett verschlafen“, so Thielemann. Quittung war der Rückstand durch Christian Jansen. Nach dessen Fernschuss-Aufsetzer schieden sich die Geister: Torwart-Fehler von Justus Ganz oder nicht? „Ich kreide ihm den nicht an“, nahm der Wahrenholzer Dirigent seinen Keeper nach der unglücklichen Aktion in Schutz.

„Was ich meinem Team zugute halten muss, dass sie dann fighten“, registrierte Thielemann eine Trotzreaktion. Nach einem Foul an Jannik Vespermann verwandelte Niklas Germer den fälligen Elfmeter zum 1:1-Ausgleich (22.). Von da an entwickelte sich ein verteiltes Spiel, wobei der VfL vor der Pause die beste Gelegenheit besaß: Marcell Meyer war aber offenbar so überrascht, dass er die Kugel aus kurzer Distanz vorbeisetzte.

Auch in Durchgang zwei verbuchte Wahrenholz durch Meyer und Vespermann vielversprechende Chancen. Doch der eine kam einen Schritt zu spät, der andere scheiterte aus spitzem Winkel. „Uns hat das Quäntchen gefehlt“, meinte Thielemann. Als Wahrenholz am Ende ein wenig die Puste ausging, kam Platendorf noch einmal auf. Doch das Taterbusch-Team überstand diese letzte Phase schadlos und erzielte immerhin das dritte Heim-Remis dieser Saison.

Von Ingo Barrenscheen

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