Fußball – Bezirksliga: Cheftrainer Mark-Oliver Schmidt verlängert beim FC Brome

Die Reise für „Glücksgriff“ geht weiter

Es passt einfach alles zusammen: Cheftrainer Mark-Oliver Schmidt (M.) und Spartenleiter René Wedekind (3. v. l.) bringen den FC Brome auch in Zukunft gemeinsam voran.
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Es passt einfach alles zusammen: Cheftrainer Mark-Oliver Schmidt (M.) und Spartenleiter René Wedekind (3. v. l.) bringen den FC Brome auch in Zukunft gemeinsam voran.
  • Ingo Barrenscheen
    vonIngo Barrenscheen
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In Beziehungen gilt das verflixte siebte Jahr als der Trennungs-Zeitraum schlechthin. Nun ja, Mark-Oliver Schmidt wird ab Sommer in eben jenes siebte Jahr als Herren-Chefcoach des FC Brome gehen. Beide Seiten haben sich auf eine weitere gemeinsame Spielzeit geeinigt.

Brome – Sorge, dass diese flammende Fußball-Liebe beim aufstrebenden Bezirksliga-Team in die Brüche gehen könnte, bestehen absolut nicht.

Weil die Partner, jeder für sich, immer wieder neuen Schwung in die Sportplatz-Romanze bringen. Hier der, im positiven Sinne Fußball-Verrückte Schmidt, der „mit Herz und Leidenschaft dabei“ ist, bekräftigt Bromes Spartenleiter René Wedekind. Dort der rührige Klub von der Steimker Straße – Neuerungen und Innovationen gegenüber stets aufgeschlossen. Nicht nur die Mannschaft, deren Kern er seit fast zwei Jahrzehnten von der E-Jugend an begleitet, sei ungebrochen derart „wissbegierig, dass er sie „fast täglich verbessern will“, unterstreicht Schmidt. „Auch der Verein verbessert sich, man merkt keinen Stillstand.“ Kurzum: Auch das umtriebige Umfeld sorgt für einen Wohlfühl-Faktor.

Dementsprechend kurz fiel auch der Prozess am Telefon aus am Wochenende. „Gefühlt fünf Sekunden“ hätte die Kernbotschaft des Austauschs mit Wedekind angedauert, sagt MOS, wie er beim FCB nur genannt wird. Weder der Verein noch der Übungsleiter sehen auch nur einen klitzekleinen Grund darin, ihre dauerhafte Verbindung zu lösen. Weil sie gemeinsam schon viel erreicht haben mit der Rückkehr in die Bezirksliga. Und noch weiterhin viel erreichen wollen. Nicht umsonst wurde der Kader im zurückliegenden Sommer prominent aufgerüstet. „Mark-Oliver hat eine starke Mannschaft zusammengestellt, viel Zeit und Leidenschaft investiert. Nur schade, dass wir die PS nach dem Bezirkspokal und vier Spielen nicht mehr auf den Platz bringen können“, sagt Wedekind. Die Konstellation mit dem 51-jährigen Seitenlinien-Dirigenten passe einfach. Stallgeruch, die eigene höherklassige Erfahrung als Spieler: Schmidt bringe einfach das perfekte Gesamtpaket für den FCB mit. „Einen Ur-Bromer zu haben, der sich zu 100 Prozent mit dem Verein identifiziert, passt. Er ist ein Glücksgriff für uns mit seiner Kompetenz“, freut sich der Fußball-Chef.

Der frühere Kicker vom VfL Wolfsburg sieht selbst trotz des langjährigen Tiki-Taka-Techtelmechtels noch keinerlei Abnutzungserscheinungen im Umgang mit dem runden Leder. So lange er das Gefühl habe, nicht nur die Truppe, sondern auch sich selbst weiterzuentwickeln, brennt das Fußball-Feuer für den FC Brome in ihm, bekräftigt Schmidt. „Ich versuche auch stetig, mich selbst neu zu erfinden. Ich bin nicht mehr der Gleiche, der ich vor zehn Jahren war. Weil es mich auch interessiert.“ Und auch das Potenzial seiner Riege treibt ihn weiter an. „Man selbst kriegt Motivation, wenn man sieht, dass wir noch nicht am Ende sind – dass die Reise noch weitergeht.“ Aktuell liege das Durchschnittsalter etwa bei 24 Jahren. Schmidt: „Mit 28 haben die Spieler ihre Messlatte erreicht. Das ist noch ein bisschen weit weg.“ Klingt so, als würde seine Fußball-Ehe mit den Grün-Weißen locker die Rosenhochzeit erreichen...

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