Fußball – Bezirksliga: Coach hadert mit Schiris / „1:1 verloren“ / Haven sieht nach Spielende Rot

Dickes Ende grämt Gryglewski

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Ein Ende mit Schrecken... Der VfL Wahrenholz (M. Marcell Meyer) wähnte sich gegen den 1. FC Wolfsburg schon auf der Siegerstraße und wurde in der fünften Minute der Nachspielzeit mit dem 1:1-Ausgleich bestraft.

Wahrenholz. Torben Gryglewski brodelte innerlich wie ein Vulkan kurz vor dem Ausbruch. Genauso gallig, wie sich der VfL Wahrenholz im Heimspiel gegen den 1. FC Wolfsburg präsentiert hatte, kommentierte der Trainer das unbefriedigende Unentschieden am gestrigen Sonntag in der Fußball-Bezirksliga.

„Wir haben 1:1 verloren“, merkte Gryglewski vielsagend an. Ausgelöst wurde das Rumoren durch den Wolfsburger Ausgleich in der fünften Minute der Nachspielzeit! Ein langer Ball segelte vor und dann irgendwie in das Wahrenholzer Tor. Überhaupt erst der zweite Torschuss der Gäste. Schlusspfiff. Gryglewski sagte mit zischendem Zynismus: „Die Schiedsrichter haben so lange spielen lassen, bis das Tor noch fällt. Gut gemacht. Wir fühlen uns dolle benachteiligt.“

Und das Unparteiischen-Gespann stand auch nach Spielende noch im Brennpunkt. Nach einer angeblichen Tätlichkeit sah Startelf-Comebacker Andre Haven die Rote Karte! Dabei hätte sein Widersacher in dieser Szene nach „drei Ellbogenschlägen gar nicht mehr auf dem Platz stehen dürfen“, kam Gryglewskis Lava, pardon Blut, in Wallung. „Sehr, sehr bitter.“

Die Schwarz-Gelben hätten sich das dicke Ende aber auch getrost selbst ersparen können. „Wir haben das zweite Tor nicht gemacht“, lastete Gryglewski auch seinem Team eine Teilschuld an dem mageren Ergebnis an. Im Grunde hätte sein ersatzgeschwächtes Team eine gute Leistung geboten. Doch wieder einmal belohnte sich der VfL nicht dafür. Lars Koch versprang der Ball gen Fangzaun, in Hälfte zwei ließ Jan-Patrick Schön zwei gute Gelegenheiten verstreichen. So traf nur Haven nach einem Fehlpass des Wolfsburger Keepers mit einem gechippten Ball (22.).

Und weil Wahrenholz in der 78. Minute auch keinen Elfmeter nach Foul an Koch (Gryglewski: „Ihm werden die Beine weggezogen – so was Unfassbares!“) zugesprochen bekam, erstarrte der VfL in der 90.+5 Minute noch zu Vulkangestein.

Von Ingo Barrenscheen

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