Jörg Heine und Co. können es kaum glauben

Überraschend Deutscher Meister: Oesinger Sportschützen jubeln nach Wimpernschlag-Entscheid

Jubel bei Peter Klose, Dirk Magka und Jörg Heine (von links) von der SGi Groß Oesingen: Das Trio gewann überraschend bei der Deutschen Meisterschaft den Titel mit dem Kleinkaliber 60 Schuss liegend in der Klasse Herren IV.
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Peter Klose, Dirk Magka und Jörg Heine (von links) von der SGi Groß Oesingen ließen ihrer Freude nach dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft freien Lauf.
  • Ingo Barrenscheen
    VonIngo Barrenscheen
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Bis zur letzten Sekunde mussten sie zittern, doch dann kam die Erlösung. Nach einem Kopf-an-Kopf-Rennen durften sich Dirk Magka, Peter Klose und Jörg Heine, Mitglieder der Schützengilde Groß Oesingen, Deutsche Meister im Sportschießen (Kleinkaliber 60 Schuss liegend in der Klasse Herren IV) nennen! Auf der Olympiaschießanlage in München trat das Trio jedoch unter der Flagge der SGes Bothfeld aus Hannover an.

Darum der Start unter Bothfelder Flagge

„Vor Beginn der Saison entscheiden sich die Schützen, welche Disziplin sie für welchen Verein schießen“, erklärte Jörg Heine den Auftritt bei den Deutschen Meisterschaften im Dress der SGes Bothfeld. Die „sportlichen Disziplinen“ würde das Team für den Hannoveraner Verein absolvieren. Die „traditionellen“ Wettbewerbe werden für die Schützengilde Groß Oesingen ausgetragen.

Erst duster, dann gleißend hell...

Die Vorbereitung auf den Wettbewerb waren dabei nicht so einfach. War es beim Probeschießen auf der Münchener Anlage noch ziemlich dunkel und verregnet, sei es beim eigentlichen Wettbewerb so gewesen, „als ob einer einen Scheinwerfer angeknipst hätte.“ Ein Umstand, mit dem die angetretenen Schützen in der Klasse der Herren IV (ab 61 Jahren aufwärts) merklich zu kämpfen hatten. Auch das Trio um Jörg Heine hatte so seine Probleme mit dem Kleinkaliber (60 Schuss, liegend). „Das Ergebnis ist eigentlich nicht unser Anspruch. Wir hätten ein höheres Ergebnis erwartet.“ Dennoch reichte es zum Sieg. Allerdings denkbar knapp. 1821,0 Ringe waren es am Ende, die Heine, Magka und Klose zu verbuchen hatten. Gerade einmal 0,2 Ringe mehr als die Zweitplatzierten. „Der Unterschied ist ja verschwindend gering. Das war wirklich ganz schön eng“, gab Heine zu.

Es war zuerst gar nicht klar, ob es wirklich gereicht hat. Da guckst du mit Herzklopfen auf den Durchlauf, bis es fest ist. Die Freude war dann natürlich riesig.

Jörg Heine nach dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft mit seinem Team

Dabei realisierte die Mannschaft ihren Triumph erst gar nicht. „Man weiß ja gar nicht, wie die Kollegen schießen. Wir hatten alle den Moment, wo wir dachten, das läuft ja bescheiden.“ Beim Blick auf den Ergebnismonitor standen sie dann plötzlich ganz oben. „Es war zuerst gar nicht klar, ob es wirklich gereicht hat.“ Schließlich waren noch nicht alle Schützen durch. „Da guckst du mit Herzklopfen auf den Durchlauf, bis es fest ist.“ Dann kam doch die ersehnte Erlösung. „Die Freude war dann natürlich riesig. Auch wenn wir erst ungläubig waren“, schmunzelte Heine.

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