Fußball – 1. Kreisklasse 1: VfL will gegen TSV Schönewörde attackieren / Treffsichere Wittinger empfangen FC Brome II

Vor dem Derby: Wahrenholz II ändert Taktik

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Zuletzt musste der SV Hankensbüttel (M.) überraschend Federn lassen. Jetzt soll gegen Brechtorf wieder die Maximalausbeute her.

Für solche Spiele lebt ein Fußballer. Der Aufsteiger VfL Wahrenholz empfängt am Sonntag (12.30 Uhr) den Lokalrivalen TSV Schönewörde. Alle weiteren Spiele in der 1. Fußball-Kreisklasse 1 werden um 14.30 Uhr angepfiffen.

VfL Wahrenholz II – TSV Schönewörde

„Ich hoffe die Jungs wissen, worum es geht“, so die deutlichen Worte von VfL-Trainer Ralph Meyer vor dem Derby gegen den TSV Schönewörde. Für die Zweitvertretung wäre es der perfekte Zeitpunkt, endlich den lang ersehnten zweiten Dreier einzufahren. Denn der Abstand zu den Nicht-Abstiegsplätzen wächst immer weiter an. Vor allem weil zuletzt nicht viel zusammenlief beim Team vom Taterbusch. Ein Grund für die Misere ist dabei auch die harmlose Offensive. „Wir werden uns nicht mehr hinten reinstellen. Das hat uns zuletzt schließlich auch nicht gerade in die Karten gespielt, weil vorne zu wenig Chancen kreiert worden sind“, so Meyer, der vor allem seine Torjäger aus den vergangenen Aufstiegs-Saison vermisst. „Das ist eben dann nicht so einfach, Timon Neumann und Jannik Vespermann zu ersetzen. Das gelingt uns zurzeit noch nicht.“

FC Germania Parsau – TSV Fortuna Bergfeld

Am vergangenen Wochenende heimste der TSV Fortuna Bergfeld nach langer Durststrecke wieder einen Sieg ein. Und das zur rechten Zeit. Denn am Sonntag steht das Spiel des Jahres auf dem Plan. Es geht für die Mannen von Trainer Jörg Hoffmann drei Kilometer weiter zum Rivalen FC Germania Parsau. „Für mich ist es ein besonderes Spiel, weil ich an meine alte Wirkungststätte zurückkehre“, so Hoffmann, der vor einiger Zeit die Reserve der Germanen coachte. Ihn wundert es schon, dass Parsau noch nicht wirklich aus den Puschen gekommen ist. „Ich habe sie ganz oben erwartet. Für mich waren sie der Favorit auf den Aufstieg“, betont Hoffmann. Die Brisanz ist aufgrund der Lokalität schon vor dem Anpfiff gegeben. „Wer den größeren Willen zeigt, wird auch gewinnen“, ist sich der TSV-Übungsleiter sicher.

SV Hankensbüttel – TSV Brechtorf

Ohne seinen Kapitän Eike Busch muss der TSV Brechtorf die Reise zum SV Hankensbüttel antreten. Als ob die Aufgabe nicht schon schwierig genug wäre für die Grün-Weißen. „Das ist eine ordentliche Hausnummer. Hankensbüttel spielt in der Offensive einen flotten Ball, sie sind in allen Mannschaftsteilen gut bestückt“, lobt TSV-Trainer André Bischoff den Kontrahenten. Trotzdem sieht er seine Mannschaft nicht chancenlos: „Gegen die Teams von oben haben wir uns bislang immer ordentlich gewehrt. Wenn die Defensive stabil steht, könnte vielleicht was gehen“, unterstreicht Bischoff.

SV Barwedel – TuS Ehra-Lessien

Es waren sehr große, nein, riesige Steine die beim TuS Ehra-Lessien runtergeplumpst sind. Denn am vergangenen Wochenende hatten die Schwarz-Weißen nach langer Zeit endlich mal einen Dreier eingefahren (4:1 gegen VfL Wahrenholz II). „Der Sieg war natürlich extrem wichtig für unser Selbstvertrauen. Ich hoffe, dass wir den Schwung jetzt mitnehmen können“, sagt TuS-Trainer Jürgen Schenk. Wäre auf alle Fälle von Vorteil gegen den SV Barwedel, der laut Schenk noch hinter den Erwartungen zurückhinkt. „Sie haben sehr gute Einzelspieler. Aber anscheinend kommt die Offensive bei Barwedel noch nicht wirklich ins Rollen“, meint er. Gegen den Favoriten muss der TuS – wie schon in der gesamten Saison – auf einige Akteure verzichten. Auch deswegen wird der Zusammenhalt in Ehra-Lessien ganz groß geschrieben. „Die Mannschaft wächst immer mehr zusammen“, so Schenk.

SV Tülau/Voitze – TSV Grußendorf

Wie lange hält der Höhenflug noch an? Das fragt sich seit einigen Spieltagen wohl die gesamte Liga. Denn auch nach acht gespielten Begegnungen thront der SV Tülau/Voitze weiterhin an der Tabellenspitze. „Das ist nur eine Momentaufnahme. Wir genießen zurzeit jeden Augenblick“, betonte Tülau-Trainer Werner Vodde in den vergangenen Wochen immer wieder. Doch langsam aber sicher müssen die Grün-Weißen ihr angedachtes Saisonziel vom Klassenerhalt wohl revidieren. Vor allem wenn gegen das Kellerkind TSV Grußendorf der neunte Sieg am Stück eingetütet wird...

VfL Wittingen/S. – FC Brome II

Langsam aber sicher entwickelt sich der VfL Wittingen zur Tormaschine. In den zurückliegenden fünf Begegnungen markierten die Brauereistädter immer mindestens vier Treffer. Auffällig dabei: Es tragen sich immer unterschiedliche Spieler in die Torschützenliste ein. „Das ist eine unserer größten Stärken. Wir sind unberechenbar. Die Gegner können sich somit nicht nur auf einen Spieler fixieren“, erklärt VfL-Trainer Naim Fetahu. Allerdings hat der Übungsleiter in der Defensive auch noch einige Schwächen entdeckt: „Phasenweise agieren wir noch zu unkonstant und leisten uns zu viele Fehler. Das müssen wir weiter minimieren.“ Dennoch strahlt derzeit die Sonne beim VfL Wittingen. Platz zwei erobert, Rang eins in Sichtweite. „Auch der SV Tülau/Voitze wird nicht ohne eine einzige Niederlage durch die Saison spazieren. Für uns gilt es jetzt, einfach dranzubleiben“, betont Fetahu, der trotz der Tabellensituation seine Schützlinge vor dem kommenden Gegner FC Brome II warnt: „Wir müssen in dieser Liga jeden Gegner ernst nehmen und stets auf der Hut sein.“

Von Jannis Klimburg

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