Fußball – Kreisliga: Primus steckt Fronten gegen Brome ab

3:1 im Derby! Rühener Machtdemonstration

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Guten Freunden gibt man ein Küsschen... In dieser Szene behindern sich die Rühener Conner Drechsler (l.) und Robin Magnus selbst, ansonsten aber spielte Blau-Weiß zielgerichtet und gewann das Derby 3:1.

Brome. Im Ballyhoo vor dem Derby hatten die Fußballer des SV BW Rühen gewissermaßen schon die Nase vorn gehabt. Und sie hatten es dann gestern auch im Prestige-Duell selbst.

Durch den verdienten 3:1 (1:1)-Erfolg beim FC Brome trägt der Aufsteiger nicht nur weiterhin die tabellarische Kreisliga-Krone, sondern hat – für den Augenblick – auch das Zepter in der Samtgemeinde an sich gerissen.

Kein Wunder also, dass die Blau-Weißen ihren Ausflug an die Steimker Straße in vollen Zügen genossen. „Super“, frohlockte Rühens Coach Andre Thiele in knapper Mundart. Schon die Tabellenführung vor dem Derby hatte ihn erstaunt. Doch seine Mannschaft trat in Brome auch durchaus wie ein Spitzenteam auf. Die Rühener übernahmen vom Anpfiff weg die Regie, verzeichneten durch Christoph Ramolla zeitig einen ersten Warnschuss. Dann überschlugen sich blitzartig die Ereignisse: Während den Gästen ein Foulelfmeter verwehrt blieb, zeigte Schiedsrichter Andreas Meyer nach dem direkten Gegenzug und einer fast identischen Szene auf den Punkt. „Den darf er meiner Meinung nach nicht geben“, urteilte Thiele. Vielleicht war es ausgleichende Gerechtigkeit, dass der extrem schwach geschossene Versuch von Michael März praktisch einer Rückgabe zu Keeper Florian Harries glich... Wenig später dann abermals Strafstoß für die Burgherren – dieses Mal berechtigt und dem Gefoulten Jannik Thielemann selbst verwandelt (20.). Das brachte den dominanten Neuling aber kurz aus dem Tritt. Kevin Rusch glich aus (31.). Während Bromes Teammanager Hendrik Joswig „zu viel Klein-Klein im Mittelfeld“ seiner Mannen in der Folge bemängelte, legten die Rühener in Hälfte zwei noch eine Schippe drauf. „Der entscheidende Punkt war unser 2:1. Ab da lief es optimal“, meinte Thiele. Der dritte Elfer in diesem Derby machte schließlich alles klar. FCB-Sprecher Joswig trug es mit Fassung: „Für Rühen war es das wichtigste Spiel, für uns geht die Welt nicht unter.“

Von Ingo Barrenscheen

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